Polizeischüsse: Räuber von fünf Kugeln getroffen

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Polizeibeamte stehen am Montag (30.08.2010) vor einer Apotheke in Köln. Nach einem Raubüberfall auf die Apotheke war der Täter auf der Flucht getötet worden.

Köln - Der durch Polizei-Schüsse getötete Räuber in Köln ist von insgesamt fünf Kugeln getroffen worden. Das habe die Obduktion ergeben, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft.

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Tödlich gewesen sei ein Schuss in den Hals. Vier Schüsse trafen den Mann im linken Bein. Bei dem Toten handele es sich um einen 42-jährigen Kölner. Er hatte am Montagnachmittag eine Apotheke in Köln-Merheim überfallen. Auf der anschließenden Flucht wurde er von der Polizei erschossen. Ob die Schüsse alle aus einer einzigen Polizeiwaffe abgegeben wurden oder ob mehrere Beamten schossen, sei noch unklar, sagte Willwacher. Der Mann hatte eine Gaspistole bei sich, die einer scharfen Schusswaffe täuschend echt gesehen habe. Nach bisherigen Zeugenaussagen habe er damit auch auf die Beamten gezielt, sagte Willwacher.

Demnach hätten die Polizisten den Flüchtigen bei der Verfolgung drei Mal vergeblich aufgefordert, stehenzubleiben und die Waffe niederzulegen. Auch Warnschüsse hätten den Mann nicht zum Aufgeben bewegt. Der Täter hatte die Apotheke mit einer Sonnenbrille und einer weißen Kappe betreten und mit vorgehaltener Pistole Bargeld gefordert. Er flüchtete mit mehreren Hundert Euro Beute. Die Angestellten alarmierten die Polizei. Eine Ermittlungskommission unter Leitung der Staatsanwaltschaft untersucht den Fall. “Das ist wie ein großes Puzzle, bei dem jetzt nach und nach die Teile zusammengesetzt werden müssen“, sagte eine Polizeisprecherin in Köln.

dpa

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