Prozess gegen El Masri Ende März

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Der Deutsch-Libanese Khaled el Masri muss sich ab März wegen eines gewalttätigen Angriffs auf den Oberbürgermeister von Neu-Ulm vor Gericht verantworten.

Memmingen - Der Deutsch-Libanese Khaled el Masri muss sich vom 25. März an wegen eines gewalttätigen Angriffs auf den Oberbürgermeister von Neu-Ulm vor Gericht verantworten.

Nach Angaben des Landgerichts Memmingen vom Dienstag ist die Verhandlung auf zwei Tage angesetzt. El Masri war 2004 vom US-Geheimdienst nach Afghanistan verschleppt und dort fast sechs Monate gefangen gehalten worden. Er gilt seitdem als traumatisiert. Masris Motiv für die Attacke vom vergangenen September blieb unklar.

Die Staatsanwaltschaft Memmingen hatte Ende Dezember wegen des Angriffs auf OB Gerold Noerenberg (CSU) Anklage wegen Körperverletzung und versuchter gefährlicher Körperverletzung erhoben. Der sechsfache Vater war in das Büro des OB gestürmt, hatte dort auf ihn eingeschlagen und einen Stuhl nach ihm geworfen. Dabei war Noerenberg an der Hand und im Gesicht verletzt worden.

El Masri hatte nach seiner Rückkehr nach Deutschland im Januar 2007 in einem Neu-Ulmer Großmarkt Feuer gelegt und war dafür Ende 2007 zu einer zweijährigen Bewährungsstrafe verurteilt worden. Da bei dem 46-Jährigen Wiederholungsgefahr besteht, befindet er sich seit dem Angriff auf Noerenberg in Untersuchungshaft.

dpa

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