Entscheidung vom Oberverwaltungsgericht Münster 

Küken-Schreddern: Dieses Urteil dürfte für Aufsehen sorgen!

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Münster - Kurz nach dem Schlüpfen geschreddert! Diese umstrittene Praxis, die in manchen Geflügelbetrieben angewandt wird, verstößt nicht gegen das Tierschutzgesetz. Dies entschied ein Oberverwaltungsgericht:

Im April sorgte ein Facebook-Video der SOKO Tierschutz für Aufsehen - darin zu sehen: Unzählige Entenküken, die bei vollem Bewusstsein geschreddert werden. Die Organisation hat es sich zum Ziel gemacht, Misshandlungen von Tieren aufzudecken. "Vor uns können sich Tierquäler nicht verstecken", schreibt die SOKO auf ihrer Homepage.

Das Schock-Video aus der Wiesenhof-Produktion

Achtung: Bitte sehen Sie sich folgendes Video nur an, wenn sie mit den teils schockierenden Darstellungen umgehen können!

Dieses Urteil dürfte für Unverständnis sorgen

Am Freitag setzte sich das das Oberverwaltungsgericht mit der Praxis des Küken-Schredderns auseinander. Der Urteilsspruch dürfte die deutschen Tierschützer aufschrecken lassen: Die umstrittene Vorgehensweise, männliche Küken zu töten, verstößt nicht gegen das Tierschutzgesetz!

Das OVG bestätigte damit mehrere Urteile von Verwaltungsgerichten in Nordrhein-Westfalen gegen einen Erlass der rot-grünen Landesregierung. Das Tierschutzgesetz erlaube das Töten von Tieren, wenn dafür ein vernünftiger Grund vorliege, teilte der Senat mit. Die Aufzucht der ausgebrüteten männlichen Küken sei für die Brütereien aber mit einem unverhältnismäßig großen Aufwand verbunden, so die Urteilsbegründung.

Die Tierschutzorganisation PETA Deutschland äußerte sich bereits zu dem Urteilsspruch aus Münster:

Laut einem Bericht des SPIEGEL seien im Jahr 2015 rund 48 Millionen männliche Küken in Deutschland getötet worden. 

bp/dpa

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © Screenshot Facebook

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