Schulbus-Unfall: Ermittlung wegen fahrlässiger Tötung

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Dresden - Die Todes-Umstände des von einem Schulbus überfahrenen 12-Jährigen sind nach wie vor unklar. Die Frage, ob Mitschüler beteiligt waren, hat die Staatsanwaltschaft nun aber geklärt.

Der vom Schulbus in Nossen überfahrene und tödlich verletzte Junge ist laut Staatsanwaltschaft nicht absichtlich von Mitschülern auf die Straße geschubst worden. Das sagte der Dresdner Oberstaatsanwalt Christian Avenarius am Dienstag der Nachrichtenagentur DAPD. Dafür gebe es keine Anhaltspunkte. “Was sich genau abgespielt hat, ist noch nicht klar“, fügte er hinzu.

Die Ermittler prüfen nach seinen Angaben allerdings weiter, ob der Zwölfjährige bei einer unbedachten Schubserei vor den Bus geraten sein könnte. Bereits am Montag waren Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung eingeleitet worden. Avenarius sagte: “Wir untersuchen die Umstände eines tragischen Unfalls.“

Die Staatsanwaltschaft wollte einen Bericht der “Bild“-Zeitung nicht bestätigen, wonach der Gymnasiast ohne fremdes Zutun ausgerutscht und zwei Meter vor dem nahenden Schulbus auf die Straße gestürzt sein soll. Hinweise auf den genauen Hergang sollen eine Analyse des Unfalls durch Sachverständige und die Vernehmung von Zeugen bringen, die zunächst noch andauerte.

Der Schüler der sechsten Klasse des Geschwister-Scholl-Gymnasiusm Nossen war am Montag an einer Haltestelle von einem Schulbus überfahren worden. Er starb noch am Unfallort. Der Fahrer soll nach dem Bericht eines Augenzeugen der Polizei bei der Unfallmeldung von einer Schubserei berichtet haben.

apn

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