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Drei Fälle in Deutschland - Baby in USA stirbt

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Zum ersten Mal ist außerhalb Mexikos ein Mensch durch die Schweinegrippe ums Leben gekommen. Im US-Bundesstaat Texas starb ein 23 Monate altes Kind. Inzwischen gibt es auch drei Erkrankungsfälle in Deutschland. Das bestätigte Gesundheitsminister Markus Söder (CSU) am Vormittag auf einer Pressekonferenz.

“Es besteht kein Anlass zu Panik, aber es besteht erhöhter Anlass zu Wachsamkeit“, sagte Gesundheitsminister Markus Söder (CSU) am Mittwoch. Nach dem Fall eines Mannes im Krankenhaus Regensburg wurde das Virus auch bei einer 37-jährigen Frau aus Kulmbach festgestellt. Beide waren vor einer Woche aus Mexiko zurückgekehrt. Die Frau aus Kulmbach sei bereits vollständig genesen, sagte Söder. Bei dem Mann in Regensburg hätten sich die Grippesymptome gebessert.

Trotz dieser guten Nachricht gelte es nun, wachsam zu sein und besonnen und konsequent zu handeln. “Beide Fälle bestätigen, dass die Lage ernst zu nehmen ist.“ Nähere Angaben zu den Verdachtsfällen machte Söder unter Verweis auf den Datenschutz nicht.

Vier weitere Fälle auf Schweinegrippe haben sich laut Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt in Deutschland als unbegründet erwiesen. Bei zwei weiteren Fällen gebe es noch kein abschließendes Ergebnis, sagte Schmidt. Niemand wisse aber, ob in den nächsten Stunden nicht noch neue Fälle hinzukommen werden. Durch frühzeitiges Erkennen müsse ein weiteres Ausbreiten der Grippe unterbunden werden. In den vergangenen 24 Stunden habe es eine starke Dynamik gegeben. In Bayern sind für 20 Prozent der Bevölkerung Medikamente wie Tamiflu und Relenza für den Notfall eingelagert. Darüber hinaus verfügen auch Krankenhäuser und Apotheken über die antiviralen Medikamente.

Kein Schweinegrippe-Verdacht in Flugzeug aus Mexiko

In dem ersten Direkt-Flieger von Mexiko nach München seit dem Ausbruch der Schweinegrippe ist nach ersten Informationen kein neuer Verdachtsfall. “Wir wissen, dass kein Verdachtsfall vom Piloten gemeldet wurde - bisher sieht alles gut aus“, sagte die Sprecherin des Landratsamtes Erding, Christine Centner, am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur dpa. Der Airbus 330 kommt aus dem Urlauberort Cancun an der Küste der Halbinsel Yucatán und soll um 12.00 Uhr landen. Noch vor dem Aussteigen sollen die Fluggäste von Mitarbeitern des Medizinischen Dienstes nach ihrem Befinden befragt werden, um zu prüfen, ob es wirklich allen gut geht. Unterdessen bereitet sich der Münchner Flughafen auf die Ankunft eines Flugzeuges aus Mexiko vor, das gegen Mittag erwartet wird. Der Airbus 330 mit Platz für 275 Passagiere kommt aus Cancun und soll um 12.00 Uhr landen. Sollten an Bord des Fluges LT 1415 Reisende mit verdächtigen Symptomen sein, wird die Maschine an eine isolierte Abstellposition geleitet. Betroffene sollen dann je nach Ergebnis ärztlicher Untersuchungen in eine Isolierstation gebracht werden.

Die mexikanischen Behörden haben derweil ihre Angaben über die Zahl der Schweinegrippe-Opfer korrigiert. Insgesamt seien bisher bei 26 Menschen Infektionen mit dem mutierten Virus nachgewiesen worden, davon seien sieben gestorben, teilte Gesundheitsminister José Àngel Córdova am Dienstagabend mit. In 13 weiteren Todesfällen seien auf Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation WHO in Genf zusätzliche Untersuchungen eingeleitet worden, erklärte José Ángel Lezana, der Direktor des nationalen epidemiologischen Institutes. Bisher waren die Behörden von 20 Toten durch das neuartige H1N1-Virus ausgegangen.

Insgesamt seien in den vergangenen vier Wochen in Mexiko 159 Grippetote registriert worden, sagte Córdova. In diesem Zeitraum seien 2498 Infizierte in Krankenhäusern behandelt worden. Viele hätten die Kliniken inzwischen gesund verlassen. 1311 Erkrankte sind nach Angaben Córdovas noch in Behandlung. Unterdessen baten die Staaten Mittelamerikas die internationale Gemeinschaft um Hilfe: Benötigt würden vor allem Medikamente, hieß es bei einem Treffen der Gesundheitsbehörden dieser Länder in der nicaraguanischen Hauptstadt Managua. Für den Fall einer Ausbreitung der Grippe in der Region brauche man Medikamente für rund drei Millionen antivirale Behandlungen, schrieben die Minister in einem Brief an die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf. (dpa)

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Quelle: rosenheim24.de

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