Stiftung Warentest deckt auf

60-Grad-Waschgang oft nur Mogelpackung

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In einem Prüflabor für die Stiftung Warentest  überwacht ein Techniker einen Test für Waschmaschinen.

Berlin - Waschmaschinen waschen statt mit 60 Grad oft nur mit 50 Grad. Der Grund: Höhere Energieeffizienz. Um trotzdem die Waschleistung zu erzielen, bedienen sich die Hersteller eines einfachen Tricks.

Moderne Waschmaschinen sind sehr sparsam, erreichen das aber laut Stiftung Warentest nur mit einem Trick: Die Geräte waschen statt mit eingestellten 60 Grad nur mit 50 oder 45 Grad. Keine der 14 getesteten Maschinen erreichte in der Untersuchung tatsächlich die angegebenen 60 Grad („Test“, Januar-Ausgabe).

So werde Strom gespart und die Waschmaschinen erhielten die Energiesparklasse A+++. Leicht verschmutzte Kleidung werde mit langen Waschzeiten von bis zu drei Stunden trotzdem sauber, hieß es. Probleme könnten aber bei Wäsche kranker Menschen auftreten.

„Bestimmte Krankheitskeime wie Pilzsporen oder unbehüllte Viren wie das Norovirus sind sehr widerstandsfähig“, schreiben die Tester. Aus hygienischer Sicht empfehle es sich, Wäsche von daran erkrankten Menschen bei mindestens 60 Grad zu waschen. „Nur so lässt sich die Zahl der Keime auf ein unbedenkliches Maß verringern.“

dpa

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