307.03.1107.03.11|Fasching|
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Reit im Winkl - Schon im vergangenen Jahr hatte sich angedeutet, dass der letzte der großen Reit im Winkler Faschingsbälle, der legendäre "Sängerball" seinem Ende entgegengehen würde:

© ost
Musikball in Reit im Winkl
Zu wenig Nachwuchs in den Reihen des Veranstalters, des Männergesangvereins, zu wenig Resonanz, zu großer Organisationsaufwand.
Doch schon im Vorfeld hatte sich für diesen Traditionsball am Faschingssamstag ein würdiger Nachfolger gefunden: der Musiball. Dahinter steht die Musikkapelle, die nun erstmals im Festsaal diesen Ball mit 400 Gästen ausrichtete.
Mit zwei Kapellen, einer großen Bar in einem Zelt, diversen Showeinlagen und ab Mitternacht mittels eines Discjockeys hatten die Verantwortlichen der Musikkapelle das gewohnte Programm bis in die Morgenstunden etwas modifiziert.
Auch mit dem Motto des Balls: "Musiklegenden". So drängte sich bei der Premiere eine ganze Reihe hochprominenter nationaler und internationaler, noch lebender oder bereits verblichener Musikgrößen in die vorderste Linie: Elvis Presley, Nina Hagen, Abba, Heino, Louis Armstrong, Village People, mehrere Ausgaben von Wolfgang Amadeus Mozart oder Paul Stanley, der Sänger der Hardrockband "Kiss", aber auch das ARD-Tanzballet.
Ob dieser Ball überhaupt würde stattfinden können, war vor wenigen Wochen indes noch nicht ganz sicher. Denn erst vor kurzem war das seit wenigen Monaten bestehende Pachtverhältnis mit den Wirtsleuten Heidrun und Peter Schilling im "beidseitigem Einvernehmen" gelöst worden, wie zu hören war. Nach dem Weggang der glücklosen Pächter steht der Festsaal der Gemeinde derzeit ohne Pächter da. Für den Verlauf des Balls war dieser Umstand allerdings wenig abträglich: Dieser Ball habe in den nächsten Jahren durchaus Zukunft, wie dies der Dirigent der Kapelle, Hans Nothegger zusammenfasste. Oder: Der Sängerball ist tot, lang lebe der Musiball.
ost/Chiemgau-Zeitung
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