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Experte empfiehlt täglich Bitterschokolade für Herz und Kreislauf

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Stuttgart - Naschkatzen haben endlich eine wissenschaftliche Ausrede, wenn sie die Finger kaum von der Schokolade lassen können. Experten empfehlen es jetzt sogar der Verlockung zu erliegen.

© dpa

Bitterschokolade für Herz und Kreislauf

Kakaopulver und die aus ihm hergestellte dunkle Schokolade enthalten Inhaltsstoffe, die Herz und Kreislauf schützen, wie es in der Fachzeitschrift „DMW Deutsche Medizinische Wochenschrift“ (Georg Thieme Verlag, Stuttgart. 2011) heißt. Die Vorteile seien größer als das Risiko, infolge des hohen Kaloriengehalts zuzunehmen.

Bitterschokolade für Herz und Kreislauf

Um Herz und Kreislauf zu schützen, reicht nach Ansicht des emeritierten Professors für Pharmazie, Gustav Belz aus Wiesbaden, der Verzehr von täglich einer Viertel Tafel Schokolade. Es sollte allerdings Zartbitter sein, am besten mit einem Kakao-Gehalt von 85 Prozent. Milchschokolade enthalte relativ wenig Kakao, und der Milchanteil könnte die Aufnahme der Flavonoide im Darm vermindern, schreibt Belz.

Promis in der Jojo-Falle

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vor

Flavonoide sind Farb- und Schutzstoffe von Pflanzen, die in der Kakaobohne in größerer Menge enthalten sind. Bei der Schokoladenherstellung werden sie aber wegen des bitteren Geschmacks reduziert. In weißer Schokolade sind kaum noch Flavonoide enthalten.

Belz führt mehrfache günstige Wirkungen dieser Stoffe an: Durch eine Erweiterung der Arterien werde ein zu hoher Blutdruck gesenkt, der ein Risikofaktor für Herzkreislauferkrankung ist. Die Zusammenlagerung von Blutplättchen, die in den Herzkranzgefäßen die Bildung eines Blutgerinnsels und damit einen Herzinfarkt initiieren kann, werde in ähnlicher Weise vermindert wie durch Aspirin, erklärte der Experte. Zudem mindern Flavonoide Entzündungsreaktionen im Körper, und die Bildung von Stammzellen wird gesteigert. Außerdem könnten sich Kakaoprodukte trotz ihres hohen Fett- und Zuckergehaltes günstig auf die Blutfette und den Blutzucker auswirken. Selbst ein positiver Einfluss auf die Darmbakterien sei nachweisbar, schreibt der Pharmakologe.

G. Belz, S. Mohr-Kahaly: Kakao und dunkle Schokolade zur kardiovaskulären Prävention? DMW Deutsche Medizinische Wochenschrift 2011; 136 (51/52): S. 2657-2663)

dapd

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