Grassau - Zum Glück keine Schwerverletzten: Bei einem Zimmerbrand in einem Einfamilienhaus entstand am Sonntagabend hoher Sachschaden. Der Christbaum fing Feuer! **Polizeimeldung**

© Aktivnews
Gegen 19.30 Uhr ging bei der Integrierten Leitstelle Traunstein ein Notruf ein, bei dem Hilferufe zu hören waren. Die Disponenten konnten daraufhin die Adresse ausfindig machen und entsandten - in der Annahme eines medizinischen Notfalls – zunächst nur Notarzt und Rettungsdienst an den Kirchenweg. Kurze Zeit später wurde bekannt, dass ein Feuer in dem Wohnhaus ausgebrochen war und der Grund für die Hilferufe am Telefon war.
Darauf wurden um 19.35 Uhr die Feuerwehren aus Grassau, Rottau, Marquartstein sowie der Gerätewagen „Atemschutz“ der Feuerwehr Traunstein alarmiert. Bei Eintreffen der ersten Löschmannschaften quoll starker Brandrauch aus den zerborstenen Fensterscheiben im Erdgeschoss. Feuerwehrler mit Atemschutzgeräten drangen in das in Flammen stehende Wohnzimmer vor und hatten den Zimmerbrand schnell unter Kontrolle.
Schon um 19.54 Uhr, rund zwanzig Minuten nach dem Feueralarm, meldete die Einsatzleitung „Feuer aus.“ Die 68-jährige Wohnungseigentümerin konnte rechtzeitig in Sicherheit gebracht werden. Sie und eine Nachbarin, die zu Hilfe geeilt war, wurden vorsorglich von Notarzt und BRK-Rettungsdienst vor Ort untersucht, weil sie Brandrauch eingeatmet hatten, blieben jedoch unverletzt und mussten auch nicht ins Krankenhaus gebracht werden.
In dem Wohnhaus entstand hoher Sachschaden. Das Wohnzimmer wurde weitgehend zerstört. Der Schaden dort beträgt nach Schätzungen der Feuerwehr rund 20.000 Euro. Weit größeren Schaden richtete der Brandrauch und Ruß an, der sich in weitere Räume im Erdgeschoß und auch ins Obergeschoß ausbreitete. Der Russschaden dürfte zusätzlich mehrere zehntausend Euro betragen.
Die Feuerwehr macht darauf aufmerksam, dass Rauchmelder dazu beigetragen, dass ein Feuer frühzeitig bemerkt und möglicherweise noch in der Entstehungsphase gelöscht werden kann. Bei dem Feuer in Grassau wurde die Bewohnerin, die sich im Obergeschoß des Hauses aufhielt, erst durch das Knistern des schon lichterloh brennenden Christbaums auf den Brand aufmerksam. Sie versuchte noch das Feuer mit einer Decke zu ersticken, was jedoch misslang. Der Baum kippte um und das Feuer breitete sich weiter aus. Rauchmelder sind in jedem Wohnhaus eine „unverzichtbare Lebensversicherung“, so Kreisbrandinspektor Georg König nach Ende des Einsatzes.
Der Zimmerbrand in Grassau war während der Weihnachtsfeiertage der einzige Löscheinsatz der 80 Feuerwehren im Landkreis Traunstein. Von Heiligabend bis zum 2. Weihnachtsfeiertag blieb es ruhig und die Floriansjünger konnten das Weihnachtsfest genießen, ohne zwischendurch den Schutzanzug anziehen und den Feuerwehrhelm aufsetzen zu müssen. Auch im Bereich der technischen Hilfeleistung, zum Beispiel zur Menschenrettung bei Verkehrunfällen, waren keine Einsätze zu bewältigen.
pv/Ehrenamtlicher Pressesprecher der Feuerwehren im Landkreis Traunstein
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