Mit nur 3.000 Neuzulassungen in den letzten zwei Jahren hinkt der Markt für Elektroautos hierzulande Prognosen und Entwicklung hinterher, bilanzierte der neue Fortschrittsberichts des Beratungsgremiums Nationale Plattform Elektromobilität (NPE) diese Woche: Zu teuer, zu geringe Reichweiten, zu wenig Infrastruktur und eine nicht wirklich befriedigende CO2-Bilanz, so die Hauptkritikpunkte.
Ob der neue Smart Fortwo electric drive die Trendwende bringt? Daimler geht mit der dritten Generation des Elektro-Flitzers im Sommer als erster deutscher Hersteller richtig in Serie. Ein stadttaugliches Spaßfahrzeug – wie unser Testbericht aus der Bundeshauptstadt ergab:
Aber diese Haken bleiben immer noch – teure Anschaffung, lange Ladezeiten und die marktpolitische Gewissensfrage: Wie öko ist die Steckdose? Denn nur, wenn der Anteil erneuerbarer Energien im Strommarkt in Zukunft sehr deutlich wächst, wird Elektro fahren nicht zur Mogelpackung …
Eine Nummer kleiner geht’s übrigens auch: Smart hat zeitgleich sein fein designtes E-Bike vorgestellt. Drei Gänge mit vierfach-abgestufter Unterstützung bis zu maximal 25 km/h, hydraulische Scheibenbremsen sowie schicke Carbon-Zahnriemen statt schmieriger Kette. Auch damit ist man flott unterwegs und kommt dank des neu entwickelten Lithium-Ionen-Akkus bis zu 100 Kilometer weit. Eine „Benchmark“ sei das schon, sagt e-Bike-Produktmanager Sven Witzenhause stolz. Preis: 2.800 Euro.
Wen jetzt das Elektrofieber gepackt hat: Das Stromtankstellenverzeichnis LEMnet (www.lemnet.org/) listet für den Großraum München derzeit knapp 60 Stromtankstellen.
Oliver Menner


© Daimler AG/Walter TillmannGeräuschlos und munter über die Straßen Kreuzbergs
© Daimler AG/Walter TillmannOliver Menner unterwegs auf dem Smart E-Bike.
Die „Vehicle Home Page“: Vom Handy aus kann der Smartbesitzer Ladestand, Reichweite oder die nächste Tankstelle erfragen












