Haager Schäffler freuen sich über "Fans"

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Gegeneinladung vom Landrat: Schäfflermeister Wolfgang Obermaier hatte für Georg Huber ein Schnapserl bereit.

Haag - Die Haager Schäffler sind mit dem 100. Tanz bei der Halbzeit angelangt. Auch bei klirrender Kälte stellen sich die Schaulustigen ein und belegen die große Resonanz des Siebenjahresereignisses.

"Ich war beieinander, als ob ich den ganzen Tag geschaufelt hätte, ich war kaputt", so Schäffler Albert Lipp nach einem eiskalten Samstag. Keine Frage, das Schäfflerleben ist anstrengend. Die Haager errechneten, dass sie pro Tanztag 4200 Kalorien verbrennen. Weiter in der Statistik zählten sie 77 Kilometer, die sie nun zu Fuß zurückgelegt haben. Das beinhaltet den Tanz mit 300 Metern und die Auf- und Abmärsche.

Groß abnehmen wird aber kaum einer aus der Truppe. Der strenge Einsatz wird ja stets mit üppigen Brotzeiten aufgewogen. Überall, wo die "Schaffla" auftauchen, sind Essen und Getränke angerichtet. Das macht es dann wett, wenn man für den ehrenamtlichen Auftritt schon am Sonntagmorgen bei 21 Grad Minus durch Haag marschiert.

Die Auftragslage sei bestens, so Schäfflermeister Wolfgang Obermaier. Man hatte 180 Tänze angenommen, hätte "aber locker 200 haben können". Jetzt noch fragen Interessenten nach, doch weitere Termine sind auf Grund des kurzen Faschings nicht mehr drin.

Über große Resonanz freut sich die Truppe auch bei den Auftritten. Sie haben mittlerweile Fans, die immer wieder zum Zuschauen auftauchen.

Einen Zuschauerrekord gab es im Bürgerheim St. Kunigund bei Heimleiter Georg Hintermaier. Große Freude bereiteten die Tänzer "ihrem" Vorstand, Drittem Bürgermeister und TSV-Chef Egon Barlag, der Lachshäppchen bereithielt. Begeistert zeigte sich Landrat Georg Huber, der mit Heiner Kelbel und Thomas Kitzeder von der Klinikverwaltung am Krankenhaus den Tanz verfolgte. Er lud die Haager zu einem Besuch in das Landratsamt ein, nachdem ihm Wolfgang Obermaier das Privileg der "regionalen Größe" zugestanden hatte.

"Das ist auch für uns eine Motivation, bei den Temperaturen hinauszugehen", so Schäfflermeister Wolfgang Obermaier. Er hatte bislang noch keinen Ausfall: "Ich habe eine gute Truppe beieinander." Auch die Neu-Haager staunen und freuen sich, wenn sie von weitem Trommel und Blasmusik hören. Den Takt geben wie immer die Musiker aus der Ramsauer Trachtenblaskapelle vor. "Die passen gut zu uns", so Obermaier. Es gab noch keinen Tag, an dem sie nicht mit 20 Mann angerückt wären.

"Alles klappt reibungslos", so Vortänzer Ingo Schober. Mit Bravour hatte auch der erste und bisher einzige weibliche Kasperl Karin Lipp an einem Tanztag Sepp Herzog vertreten, das Fassl bestiegen, den Reif geschwungen, den Spruch gesagt "und keinen Schnaps ausgelassen". Oberkasperl Sepp Herzog scheint auch diesmal die Gratwanderung zu schaffen, keinem mit seinen Sprüchen auf den Schlips zu treten und trotzdem das Publikum zum Lachen zu bringen. Alles hat er "ohne Hilfsmittel und doppeltem Boden" im Griff.

Wie nach Hause kommen die "Schaffla" dann, wenn sie wie am Sonntag von Patricia Schweiger im "Deli" mit Aufwärmsuppe empfangen werden. Dann dauert es nicht lange, dass der Linner-Gust mit der Trompete anstimmt und alle mitsingen: "Ich fahr mit meiner Klara in die Sahara." All das hält der "Heise"-Robert mit der Kamera für die folgenden Generationen fest. xy

Quelle: innsalzach24.de

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