185-mal aufs Fass, 655-mal Schäfflerlied

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Nach dem letzten Tanz: Die Haager Schäffler sind geschafft, aber glücklich.

Haag - Mit dem letzten Tanz vor dem Haager Weißbräu, mit einem Feuerwerk und einem Abschlussfest endete für die Haager Schäffler die Saison 2012.

Sie seien das Aushängeschild Haags, lobte TSV-Vorsitzender Egon Barlag die Schäffler nach ihrem letzten Tanz. Schäfflermeister Wolfgang Obermaier erinnerte an harte Einsatztage. Von 21 Grad minus bis zwölf Grad plus habe man alles mitgemacht: "Da war's dann richtig warm." Sein Dank galt den Aktiven, der Ramsauer Blaskapelle, den Marketenderinnen, den Organisatoren Franz Wimmer und Philipp Volk und der Familie Unertl, die dafür gesorgt habe, dass der Nachschub nie versiegte.

Besonderes Lob sprach Wolfgang Obermaier in seiner letzten humorvollen Ansprache auf dem Fass den Haager Bürgern aus. Wie sie die Schäffler verköstigt hätten, "das war einsame Spitze". Sein persönlicher Kommentar nach dem letzten Reifenschwunge: "Jetzt bin ich schon froh." So schön es gewesen sei, so anstrengend sei es auch gewesen. "185-mal bin ich die drei Staffel auf das Fass gestiegen".

Oberkasperl Sepp Herzog brillierte ein letztes Mal mit Handstandrunden und Doppelreifenschwung. Den krönenden Abschluss hatte Andi Niedermeier vorbereitet - ein Feuerwerk während des letzten Tanzes vor der Halle. Das rührte auch so manchen hartgesottenen Schäffler: "Do san ma die Tränen gekommen." Manche wollten es dann nicht glauben, dass Schluss ist, denn "sooo sche war's".

Organisator Franz Wimmer unterstrich das gute Einvernehmen mit den Musikern. Nicht nur am letzten Tag waren die "Ramsauer" mit 33 Spielern angetreten. Den zeitlichen Rahmen habe man meist einhalten können. "Ganz bärig!" kommentierte Ludwig Keilhacker von der Ramsauer Trachtenblaskapelle. Viel Gaudi hatten die Musiker, aber auch große Einsatzbereitschaft gezeigt. Bei der großen Kälte habe man schon mal Isoliermaterial für die Instrumente gebraucht. Insgesamt spielten sie das Münchener Schäfflerlied 655-mal.

Schäfflermäzen Alois Unertl begründete seine Sympathie zu den Haager Tänzern nicht nur mit der persönlichen Bekanntschaft, sondern auch mit dem Metier. Die Schäffler seien mit den Brauern berufsnah verwandt. Der Tanz alle sieben Jahre sei ein Stück Traditionspflege.

Begeistert zeigten sich auch Dritter Bürgermeister und TSV-Vorstand Egon Barlag, der den reibungslosen Ablauf lobte.

So richtig in das Finale mit Partystimmung gingen "Schaffla" und Publikum, als die Ramsauer Musiker das "Trompetenecho" anstimmten und mit weiteren Ohrwürmern die Gäste auf die Tische holten. Der Refrain "schiafe Absätz und a jeden Strumpf a Loch" soll sich dann bei manchem Tänzer bewahrheitet haben. Letzter Schäffler des Tages wurde der Junior und Kreuzlträger Maxi Jahna, dem Schäfflermeister Wolfgang Obermaier die "Nominierung" für 2019 bestätigte, "wenn er bis dahin den Gleichschritt lernt".

xy/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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