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Erkältung „haut nicht um“, Influenza kann tödlich sein

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    • 24.10.07
    • Grippe
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Jeder sollte sich gegen Grippe impfen lassen / Kosten trägt die Krankenkasse

Erkältung „haut nicht um“, Influenza kann tödlich sein

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Die nasskalte Jahreszeit hat begonnen. Die so genannten Erkältungskrankheiten nehmen zu. Im Winter breitet sich auch die Grippe wieder aus. Die Impfung dagegen ist sinnvoll.

Sich gegen Grippe schützen.

Die nasskalte Jahreszeit hat begonnen. Die so genannten Erkältungskrankheiten nehmen zu. Jeder kennt die Krankheitszeichen wie Schnupfen, Kratzen im Hals, Husten, brennende und tränende Augen, Mattigkeit, Gliederschmerzen und manchmal auch Fieber. Die weitaus meisten dieser Erkrankungen sind harmlos, aber leider nicht alle.

Ein gesunder Mensch verfügt über Abwehrkräfte, mit denen er sich gegen Krankheitserreger wehren kann. Insbesondere spezialisierte Zellen des Immunsystems sind in der Lage, Eiweißstoffe zu bilden. Diese erkennen eindringende Krankheitserreger und machen sie unschädlich.
Die Abwehrkräfte werden gestärkt durch Bewegung an frischer Luft bei jedem Wetter und durch regelmäßige vitaminhaltige Ernährung. Im Übrigen hat jeder so seine Erfahrungen mit Erkältungskrankheiten selbst gemacht. Wenn es im Hals kratzt, ist es sinnvoll die Schleimhäute der Luftwege feucht zu halten. Man erreicht dies durch Hustenbonbons mit Aromastoffen, durch Einatmen der Dämpfe von Wasser oder Kamillentee. Vor allem ist es wichtig, viel zu trinken. Geeignet sind Wasser, Tees und Säfte je nach Geschmack.

Normale Erkältungen benötigen keine Medikamente

Insbesondere wenn es zu einer Temperaturerhöhung kommt, sollte man sich Ruhe gönnen, schwere Arbeiten vermeiden, bei denen man ins Schwitzen gerät. Vor allem sollte man seine Mitmenschen nicht anhusten. Die weitaus meisten Krankheitserreger werden durch Millionen kleine Wassertröpfchen übertragen, die beim Husten in der Umgebung verteilt werden und die insbesondere bei nebeliger nasskalter Luft von anderen eingeatmet werden.

Medikamente gegen diese einfachen Erkältungen benötigt man in der Regel nicht. Wenn Fieber auftritt oder wenn Kopfschmerzen unerträglich werden, kann etwas Aspirin oder Paracetamol sinnvoll sein. Antibiotika sollte man nur dann einnehmen, wenn sich nach Vorschädigung der Luftwege durch einen Virusinfekt Eiter-Erreger dort festsetzen. Dies können nur Ärzte beurteilen. Bei der Einnahme der Hausmittel gegen Erkältungskrankheiten, kann man sich auch Rat vom Apotheker holen.

Influenza ist nicht harmlos

Aber nicht jede Infektion der Luftwege ist harmlos. Bei schwacher Abwehrkraft oder wenn das Immunsystem noch durch vorangegangene Infekte geschwächt ist, kann es auch einmal schlimmer kommen. Es treten dann ganz plötzlich hohes Fieber, Gliederschmerzen, bei Kindern oft auch Bauchschmerzen und ein schweres Krankheitsgefühl auf. In solchen Fällen sollte man ärztlichen Rat suchen.

Vor allem eine Reihe von Influenzaviren verursachen schwerste Krankheitsbilder, die auch zum Tod führen können. Die Influenza ist somit alles andere als eine harmlose Erkältungskrankheit. In Deutschland sterben an ihr pro Jahr ca. 10.000 bis 20.000 Erkrankte.

Alle paar Jahrzehnte kommt es zu einer weltweiten Ausbreitung einer schweren Influenza-Epidemie. Man spricht von einer so genannten Pandemie. Dies kann Hunderttausende von Todesfällen zur Folge haben. Beispielsweise ist nach dem ersten Weltkrieg (1919/1920) an der Spanischen Grippe eine größere Zahl von Menschen gestorben als an den Kampfhandlungen des ersten Weltkrieges. Schätzungen nennen bis zu 30 Millionen Toten.

Großer Unterschied zwischen Grippe und Erkältung

Wenn Sie schon einmal an einer echten Grippe, also der Influenza, erkrankt waren, dann wissen Sie, wovon die Rede ist. Sie kennen den Unterschied zwischen einer Erkältungskrankheit, die zwar lästig ist, die aber „keinen umhaut“. Bei der hoch fieberhaften Influenza ist das anders. Sie zerstört die oberste Zellschicht der Bronchien und damit die Grundlage normaler Atmung und sie erzeugt Giftstoffe, die auch das Herz schädigen können. Kreislaufprobleme sind dann die zwangsläufige Folge.

Aber auch gegen die gefährliche Influenza kann man sich wehren. Ab September sind in jedem Jahr Impfstoffe verfügbar, die gegen die wichtigsten Influenzaerreger helfen. Die Impfstoffe werden durch sorgfältige Planung in Zusammenarbeit mit der Weltgesundheitsorganisation jeweils neu zusammengesetzt. Dies ist deshalb erforderlich, weil die Influenzaerreger sehr wandlungsfähig sind. Sie ändern in jedem Jahr ihr Erbgut, so dass man die Impfstoffe ständig anpassen muss.

Jeder sollte sich impfen lassen

Die beste Zeit für die Impfung sind daher die Monate September bis November. Der Impfstoff muss gespritzt werden. Ein Schutz gegen eine Influenzainfektion tritt dann aber erst nach zwei bis drei Wochen ein. In dieser Zeit produziert das Immunsystem Abwehrstoffe gegen die Virusbestandteile, die in den Impfstoffen enthalten sind.

Je weiter der Herbst und Winter fortgeschritten ist, umso ungünstiger wird der Zeitpunkt für eine Impfung, weil das Immunsystem mit anderen Erkältungskrankheiten schon überfordert sein könnte. Es kann dann keine Impfung mehr vorgenommen werden.

Im Prinzip sollte sich jeder gegen Influenza impfen lassen. Manche Impfstoffe werden aber von Menschen schlecht vertragen, die eine Allergie gegen Hühnereiweiß haben. Dann muss der Arzt auf Impfstoff zurückgreifen, der aus Zellkulturen gewonnen wurde.

Die Impfungen werden von jedem Hausarzt, Internisten, Kinderarzt aber auch am Arbeitsplatz durch den Werksarzt vorgenommen. Sie werden von den gesetzlichen Krankenversicherungen bezahlt.

Nicht auf Medikamente verlassen

Wenn es trotz der Impfung zu einer Influenza kommt, kann man diese Infektion mit Medikamenten, den so genannten Neuraminidase-Hemmern behandeln. Für die Inhalation steht das Präparat Relenza® und für die Tabletteneinnahme das Präparat Tamiflu® zur Verfügung. Auch die Kosten hierfür übernimmt die Krankenkasse. Keineswegs sollte man aber auf die Impfung verzichten, weil man sich auf die medikamentöse Behandlung der Influenza verlässt. Die Medikamente gegen Influenza wirken nämlich nur, wenn man sie innerhalb von 48 Stunden nach Fieberbeginn einnimmt.

Man kann nie wissen, ob man im Falle einer fieberhaften Influenza rechtzeitig zum Arzt gehen kann. Möglicherweise hindert einen ein Kreislaufzusammenbruch und Bettlägerigkeit daran. Außerdem weiß man nicht, ob eine Apotheke bei einer Influenzaepidemie oder Pandemie überhaupt noch genügend Medikamente auf Vorrat hat. Deshalb sollte man in jedem Fall die Impfung durchführen und zwar in jedem Herbst zwischen Mitte September und Mitte November.

Zahlreiche Risikogruppen sollten sich impfen lassen

Es gibt Risikogruppen in der Bevölkerung, die besonders leicht an Influenza erkranken und überdurchschnittlich häufig an dieser Erkrankung sterben. Dazu gehören besonders Menschen über 60 Jahre. Die Leistungsfähigkeit des Immunsystems nimmt mit zunehmendem Lebensalter ab. Patienten mit Zuckerkrankheit, Herz-Kreislauferkrankungen, chronischem Lungenleiden wie Asthma oder Raucherlunge sowie Nierenleiden sollten sich in jedem Falle impfen lassen, auch wenn sie das 60-ste Lebensjahr noch nicht erreicht haben.

Menschen die Organtransplantationen bekommen haben oder wegen einer Krebserkrankung mit Medikamenten behandelt wurden, weisen manchmal eine schlechte Leistung des Immunsystems auf und sollten ebenfalls unabhängig vom Lebensalter geimpft werden.

Wer häufig unter Menschen ist, lebt mit einer erhöhten Infektionswahrscheinlichkeit. Dies gilt für Lehrer, Ärzte, Krankenpfleger oder Busfahrer. Wenn sich solche Menschen mit erhöhtem Infektionsrisiko nicht impfen lassen, ist dies schon beinah fahrlässig. Im Prinzip gilt also, dass sich sinnvollerweise jeder impfen lässt. Wer im Gesundheitswesen als Krankenschwester, Arzt etc. arbeitet, kann im Übrigen die Grippe selbst übertragen, wenn er ungeimpft ist und gefährdet nicht nur sich selbst, sondern andere.

Derzeit sterben in Deutschland pro Jahr an keiner Infektionskrankheit soviel Menschen wie an der Influenza.

Impfung ist gut verträglich

Manche Menschen lehnen es aus weltanschaulichen Gründen ab, sich impfen zu lassen oder sie halten fälschlich die Impfung für genauso gefährlich wie die Erkrankung. Dies aber ist ein häufiger Irrtum. In Deutschland werden nur Impfstoffe aus inaktivierten Krankheitserregern zugelassen, die gut verträglich sind. Die Weltgesundheitsorganisation gibt jedes Jahr neue Empfehlungen heraus, auf deren Grundlage die Grippeimpfstoffe hergestellt werden. Beim Robert-Koch-Institut in Berlin, einer Organisation unter Führung des Bundesgesundheitsministeriums arbeitet ein Expertenkreis, der jährlich Impfempfehlungen ausgibt. Er hat besondere Risikogruppen festgelegt, damit diese zuerst geimpft werden, wenn Impfstoff knapp wird, nicht aber weil Menschen, die nicht zu einer Risikogruppe gehören nicht geimpft werden sollten.

Leider lässt sich nicht jedes Influenzarisiko mit Impfungen ausschalten. Diese bedauerliche Tatsache ist aber kein Argument gegen Impfungen, weil Influenzaimpfungen außerordentlich gut verträglich sind. Die Impfung beseitigt Risiken, weil sie die Erkrankungswahrscheinlichkeit senkt. Demgegenüber ist es unwahrscheinlich, dass unerwünschte Wirkungen z.B. durch Allergien gegen den Impfstoff auftreten. Wer leicht Allergien bekommt, sollte dieses vor der Impfung mit seiner Hausärztin oder seinem Hausarzt besprechen.

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