Erst gestohlen, dann gelogen

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Freilassing - Erst hat ein Österreicher in einem Supermarkt geklaut, dann wurde er auch noch dreist gegenüber der Polizei: Er behauptete, ein Polizeibeamter hätte seine Geldbörse gestohlen.

Ein 37-jähriger Österreicher war mit seiner 39-jährigen Frau und den beiden 10- und 4-jährigen Kindern in einem Supermarkt an der Verdistraße in Freilassing beim Einkaufen. Ein Kaufhausdetektiv beobachtete, dass die 10-jährige Tochter immer wieder Ware, die sie von ihrer Mutter zugesteckt bekam, an der Kasse vorbei zum Auto der Familie verbrachte.

An der Kasse wurde dann auch nur ein Teil der Ware bezahlt, weitere Ware sollte in der mitgeführten Handtasche an der Kasse vorbeigeschleust werden. Die herbeigerufene Streife der Polizeiinspektion Freilassing nahm den Sachverhalt auf. Nachdem das Fahrzeug der beschuldigten Familie durchsucht worden war und noch weiteres Diebesgut gefunden wurde, beschuldigte plötzlich der Familienvater einen Polizeibeamten der Polizeiinspektion des Gelddiebstahl aus einer Geldbörse, die sich in der Mittelkonsole des Fahrzeuges befunden habe.

Die Kripo Traunstein wurde sofort über diese Anschuldigung informiert und kam zum Tatort zur Aufnahme der Anzeige. Bei den folgenden Ermittlungen konnte das Geld weder bei dem Beamten noch sonst wo aufgefunden werden. Bei der späteren Vernehmung gab der 37-jährige Österreicher dann zu die Anschuldigung nur erfunden zu haben, weil er sich über die ganze Prozedur der Bearbeitung des Ladendiebstahls ärgerte und sich somit revanchieren wollte. Er revidierte die Beschuldigung und entschuldigte sich. Eine zusätzliche Anzeige wegen Falscher Anschuldigung bleibt dem Mann aber nicht erspart.

Die Familie konnte, nachdem die nicht bezahlten Waren, eine Armbanduhr, kosmetische Erzeugnisse, Bekleidung und ein DVD-Player im Gesamtwert von über 180 Euro, sichergestellt worden waren, die Heimreise antreten.

Pressemeldung Polizeipräsidium Oberbayern Süd

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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