Irres Halloween-Haus in Niedersachsen

Dieses Haus wird jedes Jahr zum Gruselkabinett

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Das Halloween-Haus von Familien Horn ist jedes Jahr ein Publikumsmagnet.

Isernhagen - Ein idyllisches Fachwerkhaus in Isernhagen bei Hannover wird von den Besitzern jedes Jahr an Halloween in ein Gruselkabinett verwandelt. Die Anwohner sind begeistert.

Skelette im Vorgarten, Riesenspinnen an der Hauswand und abgehackte Beine im Badezimmer: Ein idyllisches Fachwerkhaus in Isernhagen bei Hannover verwandelt sich zu Halloween in ein Gruselkabinett. „Die Idee kam uns bei einem USA-Besuch“, sagt Ulrike Horn. Seit mehr als zehn Jahren schmückt die Familie Horn ihr Haus nun im Oktober mit allem, was das Dekosortiment zu Halloween hergibt - aufblasbare Geister und Grabsteine inklusive.

Irres Halloween-Haus in Niedersachsen

Irre Halloween-Häuser in Deutschland

„Angefangen hat alles mit einem Gespenst, das ich aus einem Moskitonetz gemacht habe“, berichtet Ulrike Horn. „Vieles bastele ich selbst.“ Jedes Jahr investiert die Familie aber auch etwa 200 Euro in die neuesten Trends der Gruselszene. „Das Ganze ist ein Spaß“, betont Ulrike Horn, erinnert sich aber auch an den Brief eines Pastors, der sich an den Grabsteinen im Vorgarten und an der Kultivierung des heidnischen Brauches gestört habe. „Für mich ist das wie Theaterdeko“, sagt die Hausbesitzerin dagegen. Nur ausgehöhlte Kürbisse sind nicht so sehr ihr Ding - „die fallen so schnell in sich zusammen“.

Die Herkunft von Halloween

 Halloween wird am 31. Oktober gefeiert, dem Vorabend des Allerheiligentages, englisch „(All) Hallows' Eve(ning)“. Die Tradition, schauerlich grinsende Kürbisköpfe aufzustellen, hat ihren Ursprung in einem Fest der Kelten. In der irischen Mythologie kommen Gestorbene in dieser Nacht aus dem Totenreich zurück.

Einwanderer aus Irland brachten Ende des 19. Jahrhunderts Halloween als Masken-Brauch in ihre neue Heimat USA. Halloween wird dort mit Umzügen, Schabernack und Grusel-Partys gefeiert. Aus Amerika kam der Brauch zurück nach Europa. Inzwischen fordern auch in Deutschland viele verkleidete Kinder an den Türen Geschenke und drohen mit Streichen („Süßes oder Saures“).

Die Kirchen sehen den Geister-Boom kritisch. Katholiken fürchten, die Spaßkultur zerstöre ihr Totengedenken an Allerheiligen und Allerseelen (1./2.11.), Protestanten sehen ihren Reformationstag (31.10.) in Gefahr.

dpa

Quelle: rosenheim24.de

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