"Lotti von Kammer" war nur ein Schmetterling

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Traunstein - Schildkröte "Lotti" aus dem Allgäu macht derzeit Schlagzeilen. Am Mittwoch hatte die Polizei in Kammer einen ähnlich kuriosen Einsatz - wegen einer tierischen "Attraktion".

Zu Zeiten des "Sommerloches" hat nun mehr auch die Stadt Traunstein bewiesen, dass sie mit kuriosen Attraktionen aus dem Tierreich aufwarten kann. So verständigte am Mittwoch eine Frau aus Kammer aufgeregt die Polizei und berichtete, dass ihre Kinder im Garten ein Tier gesichtet hätten, das man so noch nie gesehen habe und das man nicht zuordnen könne. Zur Beschreibung des Tieres befragt, gab sie an, es handle sich um ein „besonders grausliges“, es sei recht lang, fast schlangenähnlich, habe riesige Augen und würde das Maul weit aufreißen. Auch verfüge es über einen spitzen Stachel. Zudem habe der Nachbar bestätigt, dass er selbst am Vortag im Garten eine Begegnung mit dieser Spezies gehabt hätte, jedoch sei dieses Tier armlang und dick gewesen und hätte bei Gewahrwerden des Mannes sofort die Flucht ergriffen.

Die tapfere Familie habe das Tier selbst eingefangen und es würde jetzt im Netz zappeln. Die Ordnungshüter wurden angefordert, damit man sie von dem Lindwurm befreie. Eine Streife rückte umgehend aus und stellte bei Eintreffen fest, dass es sich bei dem Monster um ein besonders prächtiges und schönes Exemplar einer Schmetterlingsraupe handelte, welche durch ihre perfekte Mimikry furchteinflößend wirkte. Diese von der Natur angewandte Methode um Fressfeinde abzuschrecken hatte in diesem Fall durchschlagend Erfolg.

Die Beamten nahmen das Tier an Bord und verbrachten es an einen ruhigen Ort in der freien Natur, an dem sich „Lotti von Kammer“ nunmehr ungestört ihrer Metamorphose zum Schmetterling widmen kann.

Trotz des im Nachhinein harmlosen Tieres bleibt die Empfehlung der Polizei bestehen - gerade angesichts der aktuellen Ereignisse - dass bei Feststellen von unbekannte Tieren, von denen auch eine Gefahr ausgehen kann, die Polizei verständigt wird. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass immer wieder exotische Tiere in die freie Wildbahn gelangen und für Menschen und andere Tiere eine Gefahr darstellen. Somit handelte die Familie durchaus richtig und entsprechend der allgemeinen Empfehlungen.

Pressemeldung Polizei Traunstein

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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