Berlin - 40 Prozent Frauen in deutschen Aufsichtsräten - die Grünen stoßen mit ihrer Forderung nach solch einer Frauenquote im Bundestag auf geteiltes Echo.

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Frauen an die Macht: Grünen-Fraktionschefin Renate Künast fordert eine Frauenquote von 40 Prozent in deutschen Aufsichtsräten.
"Deutschland ist ein Spätzünder", sagte Fraktionschefin Renate Künast in der ersten Lesung am Freitag in Berlin. "Die Arbeitgeber befinden sich noch nicht im 21. Jahrhundert." Sie fragte: "Wenn die Frauen besser ausgebildet sind als die Männer, warum stellen wir eigentlich ständig die schlechteren ein?"
Derzeit sind nur ein Zehntel der Aufsichtsratsmitglieder Frauen. In den Vorstandsetagen der 200 größten deutschen Unternehmen sind 2,5 Prozent Frauen. Die CDU-Familienpolitikerin Elisabeth Winkelmeier-Becker bedauerte, eine freiwillige Vereinbarung mit der Wirtschaft 2001 habe nichts gebracht. Wenn der Frauenanteil nicht auf 20 bis 30 Prozent steige, brauche es eine Quote.
Auch Innenminister Thomas de Maizière (CDU) hatte die Forderung der Europäischen Union nach einer Frauenquote abgelehnt: "Ich halte nichts von derlei Quoten-Zwang." Die SPD-Familienpolitikerin Christel Humme forderte eine 40-Prozent-Quote auch für die Vorstände. Die Linke unterstützt die Grünen-Forderung. Für die FDP sagte der Abgeordnete Marco Buschmann: "Ich kann nur dazu raten, dies alles abzulehnen." Statt Zwangsquoten würden nur bessere Bedingungen für Frauen helfen.
dpa



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