"Ich kann das Gejammere nicht mehr hören!"

80-Jähriger wird für AfD-Leserbrief im Netz gefeiert

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Geretsried - Ein Leserbrief aus der Süddeutschen Zeitung wurde zum Netzhit - über Umwege. Facebook-Nutzer Dirk Adam machte das Statement des Rentners bekannt, weil er den Artikel abfotografierte und auf seiner eigenen Facebook-Seite postete.

Nun verbreitet sich der Leserbrief in Windeseile im Netz. Selbst RTL-Moderatorin Nazan Eckes hat ihn am Freitagvormittag schon geteilt. 

Sind wir ein Volk von Waschlappen und Angsthasen?

In dem Leserbrief haut der 80-Jährige Geretsrieder Dr. Jochen Wurster auf den Tisch, er könne "das Gejammere um die Erfolge der AfD nicht mehr hören." An die Wähler gerichtet fragt er: "Sind wir ein Volk von Waschlappen, Feiglingen, Angsthasen?"

Dann lobt er Kanzlerin Angela Merkel, die den "wahren christlichen kategorischen Imperativ" befolgt habe: "Hilf einem Mitmenschen, der in Not ist." 

In Anlehnung an den berühmten Kanzlerin-Satz "Wir schaffen das", schreibt Dr. Wurster: "Wir schaffen auch die AfD, wenn wir nur wollen." 

Der Leserbrief erschien in der Wochenendausgabe der Süddeutschen Zeitung, am Montag postete Dirk Adam ein Foto des Beitrags auf Facebook, mittlerweile wurde es über 12.000-mal geteilt. 

Der Leserbriefschreiber selbst ist nicht auf Facebook und steht, wie er der SZ sagte, den Sozialen Netzwerken skeptisch gegenüber. Nun hat er selbst für einen großen Facebook-Hit gesorgt und viele Tausende werden seine Zeilen lesen.

Den Brief habe der pensionierte Mediziner geschrieben, weil sich bei ihm "etwas angestaut" habe nach den jüngsten Wahlerfolgen. Im Umgang mit der Flüchtlingskrise wünscht er sich mehr Zuversicht in Medien und Politik. 

Reaktionen sind geteilt

Die Reaktionen auf den Brief fallen - wie es absehbar war - höchst geteilt aus. In der Kommentarspalte unter dem Foto schreibt etwa Martin H., dass ihm der Leserbrief "aus dem Herz gesprochen" habe. Markus H. dagegen sieht es "etwas anders und differenzierter" und kritisiert die "unkontrollierte Grenzöffnung" und "Wirtschaftsflüchtling", die ins Land gekommen wären. 

Quelle: rosenheim24.de

Zurück zur Übersicht: Netzwelt

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser