Erster Blick auf's Spiel

Beyond: Two Souls: Der letzte PS3-Hammer?

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München - Die neue Playstation 4 steht bereits in den Startlöchern. Dass der Vorgänger aber noch nicht zum alten Eisen gehört, will Sony mit dem Game „Beyond: Two Souls“ für die PS 3 beweisen. Ein erster Blick aufs Spiel:

Die mysteriöse Lebensgeschichte einer jungen Frau, viel Action und Charaktere mit dem Antlitz echter Hollywood-Stars: „Beyond: Two Souls“ soll Videospiel und Kinofilm in einem sein. Am Mittwoch, 9. Oktober, kommt das Game aus dem Entwicklerstudio Quantic Dream exklusiv für die Playstation 3 in den Handel. Und Publisher Sony hofft, dass der Titel hilft, seine Ende 2006 auf den Markt gebrachte Spielekonsole auch nach dem Start der Playstation 4 Ende November weiter auf dem Markt zu behaupten.

Mit Ellen Page und Willem Dafoe hat das französische Entwicklerstudio die Hauptfiguren mit bekannten Schauspielern besetzt. Auch bei den deutschen Synchronsprechern handelt es sich um die aus Filmen bekannten Besetzungen für Page und Dafoe. Und für die Musik im Game wurde mit Hans Zimmer einer der bekanntesten Hollywood-Komponisten verpflichtet. Er schrieb etwa die Filmmusik für „Inception“ oder „Pirates of The Caribbean“.

Der Einsatz filmischer Stilmittel verwundert nicht. Schließlich ist der 44-jährige Quantic-Dream-Chef David Cage selbst Musiker und Drehbuchautor. Bereits mit „Heavy Rain“, das mehr als interaktiver Film denn als Videospiel gilt, verließ er die traditionellen Game-Pfade.

„Beyond“ beleuchtet den Tod und die Frage, was auf der anderen Seite ist. Die mysteriöse Geschichte wirft Schlaglichter auf Erlebnisse im Leben der jungen Jodie Holmes in einem Zeitraum von rund 15 Jahren. Seit ihrer Geburt hat die junge Frau einen seltsamen, unsichtbaren Begleiter. Niemand weiß, wer oder was dieses Wesen namens Aiden ist, aber es bestimmt die Geschicke von Jodie entscheidend mit. Trotz des übersinnlichen Plots wird die Geschichte mit viel psychologischem Feingefühl und realistischen Stilmitteln erzählt. Auch Action kommt nicht zu kurz: Jodie macht eine Ausbildung zur CIA-Agentin, die sie in zahlreiche Kämpfe führt. Dabei kann auch ein unerfahrener Spieler die Figuren einfach navigieren.

Die Story wird in mehreren Episoden erzählt, die Jody in Lebensabschnitten bis zu ihrem 23. Lebensjahr zeigen. Eine chronologisch Handlung gibt es aber nicht. Die Zeitsprünge im Spiel sind laut Sony vergleichbar mit denen in Steven Kings „Es“. In weiten Teilen kommt das Game mehr als Spielfilm daher. Selbst wenn der Spieler gar nicht ins Geschehen eingreift, läuft die Story weiter. Auch ein Scheitern an bestimmten Aufgaben wie in traditionellen Computerspielen gibt es bei „Beyond“ nicht.

„Beyond“ hat bereits zahlreiche Vorschusslorbeeren erhalten. Denn wie die ebenfalls von Quantic Dream stammende Vorgängergeschichte „Heavy Rain“ handelt es sich bei dem Game um ein Werk, das die Grenzen zwischen Computerspiel und Hollywood-Film verschwimmen lässt. Es soll für 69 Euro verkauft werden.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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