Gefahren beim "Surfen" - Experte gibt Tipps

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Peter Kämper, Netzwerk- und Sicherheitsberater, erklärt die Gefahren von Computerspionage und wie man sich schützen kann.

Söllhuben - "Eine komplett sichere Methode, um im Internet zu "surfen" gibt es nicht", erklärt Peter Kämper, Netzwerk- und Sicherheitsberater der Firma PKA. Doch er hat einige Tipps:

"Die Gefahr von Wirtschaftsspionage, gerade bei kleinen und mittelständischen Unternehmen, wird immer wieder unterschätzt", sagen Experten. Alexandra Pollag vom Bayerischen Landesamt für Verfassungsschutz und Peter Kämper, Netzwerk- und Sicherheitsberater der Firma PKA, informierten jetzt Unternehmer zum Thema "Wirtschaftsschutz in Bayern".

"Wieviele von ihnen betreiben Online-Banking?" Das war eine der ersten Fragen, die Peter Kämper bei seinem Vortrag zum Thema "Computerspionage" beim Hirzinger in Söllhuben in die Runde warf. Von den Unternehmern im Publikum kam darauf eine verhaltene Reaktion. Nur drei Zuhörer meldeten sich. "Das sind bestimmt mehr. Wenn sie ehrlich sind, betreiben fast alle von ihnen Online-Banking", forschte der Computer-Profi nach. Die Gefahr bestehe darin, dass viele Leute auch gleichzeitig auf Internet-Seiten wie Facebook oder Youtube unterwegs seien. Über diese Seiten könnten Spione oder Hacker problemlos auf den Computer gelangen und hätten damit auch Zugriff auf sensible Daten.

Doch Kämper spricht an diesem Abend nicht nur über Gefahren, sondern zeigt auch Schutzmöglichkeiten. "Jeder kann sich auf seinem Rechner einen oder mehrere virtuelle PCs anlegen, mit denen er Online-Banking betreiben oder sensible Daten ablegen kann." Selbst wenn auf dem eigentlichen Computer ein Virus oder Trojaner ist, könnten Hacker nicht direkt auf diese Daten zugreifen. Zusammen mit Sohn Jonathan demonstriert Kämper anschließend, wie einfach es ist, auf fremde PCs zuzugreifen.

Der IT-Experte hat aber noch mehr Tricks, um sich vor Hackern zu schützen: "Wenn man statt des http vor einer Internetadresse https schreibt, ist es für Hacker wesentlich schwieriger, sich einzuschleusen." Das ist aber nur bei Seiten wie Facebook möglich. Eine komplett sichere Methode, um im Internet zu "surfen" gebe es aber nicht, so Kämper.

Alexandra Pollag vom Bayerischen Landesamt für Verfassungsschutz informierte die Besucher über die verschiedenen Arten von Wirtschaftsspionage. "Gerade wenn in einer Firma eingebrochen wird, aber nichts fehlt, sollte jeder hellhörig werden." Denn Daten seien heute wesentlich mobiler als noch vor 20 Jahren. Auf einen kleinen USB-Stick passen über 20000 Seiten Papier. Doch nicht alle Daten lohnt es zu schützen. Daher ist die Empfehlung von Pollag und Kämper: "Identifizieren und klassifizieren Sie Ihre Daten und schützen Sie die wichtigen beispielsweise durch Verschlüsselung."

Mehr zum Thema unter www.wirtschaftsschutz.bayern.de oder www.pka.de.

Patrick Steinke/Oberbayerisches Volksblatt

Quelle: rosenheim24.de

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