Geo-Sperren im Netz: Jeder vierte Surfer darauf gestoßen

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Die IP-Adresse verrät Diensteanbietern im Internet, in welchem Land sich ein Nutzer befindet. Foto: Franz-Peter Tschauner

Einige Unternehmen bieten ihre Online-Inhalte nur Nutzern aus bestimmten Ländern an. In anderen Regionen sind diese Dienste dann nicht verfügbar. Gesteuert wird dieses Geoblocking über die IP-Adresse der Nutzer.

Berlin (dpa/tmn) - An der IP-Adresse können Diensteanbieter erkennen, in welchem Land sich ein Nutzer aufhält. Diese Information nutzen Unternehmen etwa, um aus Urheberrechtsgründen gezielt Inhalte für bestimmte Regionen zu sperren (Geoblocking).

Fast jeder vierte Internetnutzer hierzulande (23 Prozent) ist davon schon einmal betroffen gewesen, als er sich Videos, Filme oder Sendungen im Netz anschauen wollte und nicht konnte, wie aus seiner Bitkom-Research-Umfrage hervorgeht.

Bei zwei Drittel (66 Prozent) der Betroffenen sind Spielfilme blockiert worden, bei knapp der Hälfte (47 Prozent) Musikvideos. Jeder Zehnte (10 Prozent) ist wegen Geoblocking daran gescheitert, Unterhaltungssendungen zu schauen, etwas weniger konnten keine Sportsendungen oder -übertragungen (8 Prozent) oder Serien (7 Prozent) sehen.

Nur sehr wenige Nutzer (6 Prozent) haben schon einmal versucht, Geosperren mit Hilfe eines VPN-Tunnels oder Proxyservers zu umgehen. Dabei wird dem Diensteanbieter vorgetäuscht, dass der Nutzer in einem anderen Land sitzt. Befragt wurden 809 Internetnutzer ab 14 Jahren.

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