GoldenEye 007: Neuauflage des Bond-Klassikers

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München - GoldenEye 007 revolutionierte vor fast 15 Jahren auf Nintendos N64-Konsole das Ego-Shooter Genre. Nun ist das lange erwartete Remake für die Wii erschienen. Besteht es den Vergleich mit dem Klassiker?

Das Original GoldenEye, das 1997 auf der N64-Konsole erschienen ist, galt damals als bahnbrechender Ego-Shooter. Noch heute fällt regelmäßig der Name "Goldeneye", wenn Gamer und Experten diskutieren, was das beste Videospiel aller Zeiten ist. Somit tritt die Neuauflage des Bond-Spiels in große Fußstapfen. Nicht wenige haben sich vor dem Release gefragt ob das Goldeneye von 2010 die hohen Erwartungen erfüllen kann. Um es vorwegzunehmen: Es kann! Und es übertrifft das Original sogar noch in mancher Hinsicht.

Story

GoldeEye auf dem Wii ist nicht einfach ein Aufguss des N64-Klassikers mit besserer Grafik und tollerem Sound. Activision hat die Story des Originals komplett neu interpretiert. Herausgekommen ist ein cooles Bond Abenteuer, in dem Daniel Craig statt Pierce Brosnan als 007 auf den Plan tritt. So würde Goldeneye wohl auch aussehen, wenn der Film heute mit Craig als Hauptdarsteller wieder in die Kinos käme: Scheller, härter, brachialer.

Viele Details aus dem 1995er-Bond-Film wurden subtil verändert. Erinnern Sie sich noch an den Bungee-Sprung vom Damm? Ein Seil gibt's nicht mehr. Stattdessen stürzt sich Daniel Craig mit dem Fallschirm in die Tiefe. Auch die Panzer-Szene, in der Brosnan dereinst im Tank durch St. Petersburg brauste wurde neu gestaltet. Jetzt zelegt Bond mit Panzer und Haubitze reihenweise gegnerische Fahrzeuge auf der Straße.

Daniel Craig und Judi Dench (Geheimdienstchefin "M") leihen den Wii-Charakteren ihre Stimmen - natürlich wurden auch die deutschen Synchronsprecher engagiert. Gerade Daniel Craig merkt man an, dass er sich für den Videogame-007 begeistert. Seine Sprüche kommen lässig rüber und wirken alles andere als heruntergelesen.

Gameplay

Wie beim N64-Original stimmt auch beim 2010er-GoldenEye einfach alles: Egal ob Single-Player oder Multiplayer, egal ob offline oder online (gut, die Möglichkeit gab's damals noch nicht): Einen vergleichbaren First-Person-Shooter hat die Wii noch nicht gesehen.

Die Grafik wirkt für Wii-Verhältnisse extrem detailreich. Die Framerate bleibt stets flüssig. Die Grafik-Engine ermöglicht sich verändernde Licht- Wetterverhältnisse und Objekte, die effektvoll in die Luft fliegen. Wenn Bond etwa hinter einer Mauer in Deckung geht, zerlegt der Feindbeschuss die Wand Stück für Stück. Auch das Motion-Capturing verdient ein großes Lob: Mimik und Gestik der Figuren wirken so realistisch, wie man es auf der Wii noch nicht gesehen hat.

Screenshots aus GoldenEye 007

Screenshots aus GoldenEye 007

Das ganze Game ist vom puren Bond-Feeling durchströmt. Das zeigt sich insebsondere bei der coolen Intro-Sequenz und beim extrem atmosphärischen Soundtrack. Den Titelsong singt übrigens nicht mehr Tina Turner sondern Pussycat Doll Nicole Scherzinger.

Die Orte kommen uns aus dem Original-Game noch sehr bekannt vor, die russische Basis Severnaya. Nue hinzugekommen sind Orte wie ein Nachtclub in Barcelona.

Das Gameplay wurde aktuellen Shooter-Standards angepasst. Jetzt gibt's - wie in Call of Duty oder Halo - Silent Kills, Knockout-Schläge mit der Waffe, Zeitlupen-Sequenzen und Objekte, die - wenn angeschossen - herunterfallen und die Gegner unter sich begraben. Wer seine Energie wiederherstellen will muss nicht mehr (außer im Classic-Modus) Schutzwesten sammeln. Man geht einfach wie in mittlerweile jedem Ego-Shooter üblich in Deckung und wartet, bis die Energien wiederhergestellt ist.

Das Spiel findet eine gelungene Balance zwischen Stealth-Action und epischen Feuergefechten. Wer als lautloser Geheimagent Bonds Lizenz zum Töten an den Feinden umsetzt, kann sich eine Menge Schießerein ersparen. Natürlich kann man sich auch mitten ins Getümmel stürzen und Horden von Gegnern aufs Korn nehmen, während einem selbst dei Kugeln um die Ohren fliegen.

Beosnderes Augenmerk legt GoldenEye auf den  Mehrspieler-Modus. Hierbei können bis zu vier Spieler im Split-Screen gegeneinander antreten. Dabei hat man die Wahl zwischen 40 Charakteren. Darunter sind auch Bösewichter aus den Bond-Klassikern wie Goldfingers Handlanger Oddjob, der Beißer oder Dr. No. Neben Spielmodi wie Deathmatch oder Team-Deathmatch gibt es auch wieder den legendären Golden-Gun-modus. Dabei liegt irgendwo auf der Karte der goldene Colt des Bösewichts Scaramanga herum. Diese Knarre tötet den Gegner mit nur einem Schuss.

In GoldenEye gibt es außerdem einen Online-Modus für bis zu acht Spieler, der mit diversen freispielbaren Features und Erfolgen für zusätzliche Motivation sorgt.

In Sachen Steuerung hat Activision sich als äußerst kreativ erwiesen: GoldenEye bietet auch einen "Classic Controller Pro". Dieser sieht aus wie ein N64-Controller - eigentlich Pflicht für alle Goldeneye-Nostalgiker. Außerdem wird neben Wii-Remote und Nunchuk auch der Wii Zapper unterstützt.

Fazit

Der beste First-Person-Shooter für die Wii-Konsole.

Genre: First-Person-Shooter

Hersteller: Activision

Für: Nintendo Wii

Altersfreigabe: Ab 16 Jahren

fro

Rubriklistenbild: © Activision

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