iOS 10: Weniger ungewolltes Werbe-Tracking

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Apples neues Betriebssystem iOS 10 lässt zukünftig den Nutzer darüber bestimmen, ob Werbenetzwerke auf seine Musiksammlung zugreifen dürfen. Foto: Peter Kneffel

Das neue iOS gibt Nutzern mehr Kontrolle. Will man bei der Nutzung von Smartphone- und Tablet-Apps von Werbenetzwerken verfolgt werden? Der Nutzer kann darüber selbst entscheiden.

Hannover (dpa/tmn) - Apples für September erwartetes Betriebssystem iOS 10 wird die Verfolgung einzelner Smartphones und Tablets zu Werbezwecken und zur Profilbildung (Ad-Tracking) erschweren. Das geht aus der Entwicklerdokumentation des Unternehmens hervor.

Wählen Nutzer künftig in den Einstellungen aus, dass sie kein Ad-Tracking wünschen, überträgt das Gerät statt einer eindeutigen Identifikation (Ad-ID) nur noch Nullen. Bislang sendet iOS bis Version 9 eine Ad-ID, mit der Werbenetzwerke Telefone identifizieren können. Auf Wunsch wird das um einen Hinweis ergänzt, dass Geräteinhaber keine Verfolgung wünschen - was aber mancher Anbieter auch mal ignoriert.

Diese Ad-ID dient Apps zur Verfolgung einzelner Nutzer über längere Zeiträume hinweg, wie "heise online" berichtet. So ist es etwa möglich, die Nutzungsgewohnheiten in verschiedenen Apps und Online-Shops in einem gemeinsamen Profil zu bündeln. Werbenetzwerke können so sehr detaillierte Auskünfte darüber bekommen, was ein Nutzer mit seinem Smartphone anstellt.

iOS 10 versperrt außerdem noch einen weiteren Weg, Telefone eindeutig zu identifizieren. Werbenetzwerke können künftig nicht mehr unbemerkt auf die Musikbibliothek eines Nutzers zugreifen. Die auf jedem Telefon unterschiedliche Musiksammlung macht es ebenfalls möglich, ein Smartphone innerhalb verschiedener Apps oder Online-Dienste eindeutig zu erkennen. Künftig sollen Apps nur noch mit Erlaubnis des Nutzers einen Blick in die Musiksammlung werfen dürfen.

Bericht von heise online

Entwicklerrichtlinien für Werbe-ID in iOS 10 (Englisch)

Entwicklerrichtlinien für Zugriff auf Musikbibliothek (Englisch)

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