Fälle aus Ohio und London 

Live-Vergewaltigung: Längst kein Einzelfall mehr

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London/Columbus - Ein Mann vergewaltigte im US-Staat Ohio eine Freundin - im Internet gab es einen Live-Stream. In London wurde eine junge Frau von drei Männern sexuell missbraucht - ebenfalls mit Live-Stream...

Dieser Fall aus Columbus (US-Staat Ohio) sorgte weltweit für Schlagzeilen: Eine 18-Jährige und ihr 29-jähriger Freund trafen sich mit einer gemeinsamen Freundin (17) - im weiteren Verlauf des Treffens fiel der Mann dann über das minderjährige Mädchen her. Während ihr Freund die 17-Jährige vergewaltigte, stellte die 18-Jährige einen Live-Stream ins Netz. So konnte die Netzgemeinde die brutale Tat live verfolgen.

Nun droht dem Pärchen eine Haftstrafe von bis zu 40 Jahren: Wegen Vergewaltigung, sexueller Nötigung, Entführung und des verbotenen Filmens einer nackten Minderjährigen.

Live-Vergewaltigung: Längst kein Einzelfall mehr

Nun kam raus, dass dieser Fall kein Einzelfall ist: Bereits am 30. März 2016 trug sich in London ein ähnlicher Fall zu, wie die Website Buzzfeed vermeldete. Demnach seien an diesem Tag drei Männer über eine junge Frau hergefallen. Auch bei dieser Vergewaltigung, die den Namen "live sex" trug, konnte die Internet-Gemeinde live zusehen. Buzzfeed konnte 15 User ausfindig machen, die das Verbrechen live verfolgten und befragte sie anonym zu dem Vergehen.

2.800 Menschen verfolgten die Vergewaltigung live

Bei der Recherche kamen teils schreckliche Dinge ans Licht: Insgesamt sollen rund 2.800 Menschen die Vergewaltigung live verfolgt haben. Einige der Zuschauer ließen teils hämische Kommentare über die "Schlampe" in dem Video ab. Es scheint relativ schnell klar gewesen zu sein, dass der Sex nicht einvernehmlich passiert. Eine Zuschauerin des Videos schrieb in den Kommentaren: "(...) Es gab einen Punkt, als das Mädchen sagte, sie will nicht mehr. Doch der Typ meinte nur: ,Einmal noch!'"

Doch ob den Drehern und somit Vergewaltigern in dem Video jemals ein Prozess gemacht werden kann, ist unklar: Das Video wurde gelöscht- und wenn keine Kopie existiert, besteht kein Beweis für die brutale Vergewaltigung.

bp

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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