Chirurg übers Internet gesucht

Pfuscher-OP im Motelzimmer: Mann verliert Hoden

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Sydney - Ein 56-jähriger Australier wurde kürzlich verurteilt, weil er "ohne Einverständnis oder Fachkenntnis" bei einem anderen Mann "Gewebe entfernt" hatte. Dahinter verbirgt sich eine seltsame Geschichte.

Wenn es irgendwo zwickt oder unerklärliche Symptome auftauchen, neigen manche Leute bekanntlich dazu, das Internet zu Rate zu ziehen. Das ist schon keine sonderlich ratenswerte Vorgehensweise. Zweifellos eine schlechte Idee war, was ein Australier nach einem Unfall unternahm.

Nachdem ihm ein Pferd einen Tritt in den Unterleib verpasste hatte, klagte er schon seit Jahren über Schmerzen. Abhilfe verschaffen wollte er sich dann ausgerechnet über eine Anzeige im Internet, in der er nach Hilfe suchte. Er traf sich dann mit dem 56-jährigen George M. in einem Motelzimmer, dort führte dieser eine Operation durch. Die OP durch den Hobbychirurg, der ohne jede Fachkenntnis vorging, endete mit dem Verlust des schmerzhaften Hodens für seinen Landsmann.

Dieser suchte im Anschluss ein Krankenhaus auf, da die OP-Narbe infiziert wurde. Dort wurde der Fall der Polizei gemeldet und kam an die Öffentlichkeit. Bei einer Durchsuchung des Anwesens des selbsternannten Chirurgen fanden die Behörden neben medizinischer Ausrüstung auch Schußwaffen. Er bekannte sich vor Gericht schuldig und wurde weil er "ohne Einverständnis oder Fachkenntnis" bei einem anderen Mann "Gewebe entfernt" hatte zu einer Bewährungsstrafe auf Kaution verurteilt.

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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