Vorsicht, Trojaner!

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Rosenheim – Rund 200 Internet-Nutzer wurden im Raum Rosenheim Opfer des BKA-Trojaners. Hier lesen Sie, wie Sie sich schützen können und wie man den Trojaner wieder los wird.

Live-Chat zum Thema Sicherheit im Internet: Montag, 19. 12. 2011, 14 Uhr

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Fragen für den Chat vorher gerne auch per Email an redaktion@ovb24.de, Betreff: „Polizei-Chat“

„Und dann ging nichts mehr – nichts vor und nichts zurück.“ Der Familien-PC von Christine Grabmayer aus Friesing (Gemeinde Schechen) wurde ein Opfer des sogenannten BKA-Trojaners. Die Schadsoftware kreist schon seit einiger Zeit durch das Internet, hält sich aber hartnäckig und taucht immer wieder in neuen Varianten auf. Wie der Namensgeber aus der griechischen Mythologie schleichen sich digitale, trojanische Pferde mit List und Tücke ein.

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Der BKA-Trojaner legt den befallen Rechner lahm und versucht den Nutzer zu erpressen. Es wird vorgetäuscht, die Bundespolizei (oder eine andere Institution, zum Beispiel die Musik-Verwertungsgesellschaft Gema) hätte den Rechner gesperrt, da Illegales auf dem System gefunden worden wäre. Die fingierten Vorwürfe gehen von Urheberrechtsverletzungen und Gewaltverherrlichung bis zu Kinderpornographie und terroristischen Aktivitäten. Was fordert die Schadsoftware für das von ihr geschaffene Problem? Der User soll doch bitte 100 Euro mit dem anonymen, elektronischen Zahlungsmittel Ukash überweisen. Mit den Logos seriöser Firmen und Organisationen versucht der Trojaner Autorität auszustrahlen.

So will Sie der BKA-Trojaner reinlegen

So will Sie der BKA-Trojaner reinlegen

„Zahlen Sie auf keinen Fall, damit erreicht man gar nichts. Gehen Sie zur nächsten Polizeidienststelle und erstatten Sie Anzeige.“, rät Kriminalhauptkommissar Witgar Neumaier, Experte für Internet-Kriminalität bei der Kripo Rosenheim. Rund 200 Betroffene wendeten sich nach einer Trojaner-Infizierung im Raum Rosenheim bisher an die Polizei, in ganz Bayern waren es zirka 6000.

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Christine Grabmayer wurde misstrauisch und zahlte nicht – genauso wie die meisten Betroffenen, die sich an die Polizei wenden. Wie hoch aber die Dunkelziffer ist, lässt sich nicht sagen. Die Polizei vermutet, dass viele auf den Trojaner reinfallen und die Infizierung nicht zur Anzeige bringen.

Die Seite bka-trojaner.de liefert genaue Anleitungen wie man den BKA-Trojaner wieder los wird. Damit es erst gar nicht soweit kommt, sollte jeder Internet Nutzer sich auf gesunde Skepsis und Hausverstand verlassen und die Ratschläge des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik beherzigen:

  • Installieren Sie aktuelle Service Packs und Sicherheitsupdates für Ihr Betriebssystem und aktivieren Sie automatische Updates.
  • Installieren Sie einen Virenscanner und aktualisieren Sie ihn regelmäßig.
  • Benutzen Sie eine Firewall wie z.B. die windowseigene Firewall oder einen Router.

Die Serie „Internet-Kriminalität: So surfen Sie sicher“ entsteht in Kooperation mit dem Polizeipräsidium Oberbayern Süd.

Quelle: rosenheim24.de

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