Projekt eines New Yorker Aktivisten

Darum trägt er beutelweise Müll an seinem Körper mit sich herum

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New York - Rob Greenfield trägt einen ganzen Monat lang seinen produzierten Müll am Körper. Mit seinem Projekt "Trash Me" will er darauf aufmerksam machen, wie viel Müll wir jeden Tag produzieren.

Lebensmittel im Müll

Plastiktüten beim Einkaufen, Cornflakes-Packungen in der Früh oder Coffee-to-go Becher auf dem Weg zur Arbeit - jeder benutzt tagtäglich Verpackungen, die später auf dem Müll landen. Meist lassen sich Plastik, Karton und Co. aber auch nicht so leicht vermeiden. 

Der durchschnittliche Deutsche verbraucht rund 1,5 Kilogramm Müll pro Tag, das sind 550 Kilogramm Haushalts- und Verpackungsabfälle pro Einwohner in der Bundesrepublik, jährlich. Natürlich ist das schon sehr viel. Zum Vergleich: Ein alter VW Käfer wiegt 600 Kilogramm. Aber die Amerikaner toppen die ganze Sache. Etwas mehr als zwei Kilogramm Müll fallen pro Kopf, täglich, in Amerika an

Der Umweltaktivist Rob Greenfield will zurzeit mit einem ungewöhnlichen Projekt genau darauf aufmerksam machen. Während der Aktivist sonst sehr sparsam und ökologisch lebt, hat er sich nun das Ziel gesetzt, 30 Tage lang wie ein typischer Amerikaner zu leben

"Trash Me" - das Müll-Projekt des New Yorkers

Das heißt, er lebt den normalen Fast-Food-Lebensstil. Cola, Fertigpizza, Burger und Nuggets. Schön verpackt in Plastik und Karton. Daran ist eigentlich nichts besonders. Aber der New Yorker hat sich das Ziel gesetzt, diesen produzierten Müll, bei sich zu tragen - in Plastikbeuteln, befestigt an seinem Körper

Der Abenteurer ist bekannt dafür, Aktionen wie diese ins Leben zu rufen. Er ist bereits zweimal auf einem Bambus-Fahrrad durch die ganze USA geradelt und tourt derzeit durch die USA mit nur 111 Habseligkeiten.

Zwei Wochen - 22 Kilogramm Müll

Der Mann aus Nord-Wisconsin (Amerika), will "Trash Me" - so nennt er seine Aktion - 30 Tage lang in New York City durchziehen. Und zwar vom 19. September bis zum 18. Oktober 2016. Bereits nach zwei Wochen baumeln in den durchsichtigen Plastikbeuteln satte 22 Kilogramm Müll. Von der anfänglichen Idee, auch organische Abfälle wie Obst- und Gemüseabfälle oder Brot, bei sich zu behalten, musste er wegen des Gestanks absehen. 

Wie ein großes, dickes Michelin-Männchen schleppt sich der Naturfreund mit seinem Müll durch die New Yorker Innenstadt. Die Frage, ob er es wirklich bis zum Ende durchhält, stellen sich nicht nur die Passanten im "The Big Apple". Auch die Kommentare auf seiner Facebook-Seite und auf seinem YouTube-Kanal sind manchmal zweifelnd.

12.000 Tonnen Müll täglich in New York

Die Einwohner der Stadt produzieren übrigens um die 12.000 Tonnen an Abfall täglich. Obwohl die Vereinigten Staaten nur knapp fünf Prozent der Weltbevölkerung stellen, fällt dort ein Drittel des Mülls auf dem gesamten Globus an.

Trotz der Unmengen an Müll, welchen die US-Bürger produzieren, nimmt Rob Greenfield seine Landsleute in Schutz: “Sie finden Recycling cool und kaufen mehr ökologische Produkte”, sagt er. “Aber kaum jemand will den Konsum drosseln.”

Quelle: rosenheim24.de

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