Die drei Fälle beschäftigten derzeit die Polizei in der Region und viele Bürger fragen sich, wie sich vor solch brutalen Überfällen schützen können.
Zunehmende Brutalität bei Straußenraub-Fällen
Die Polizei registriert laut der Informationsplattform polizei-beratung.de eine zunehmende Aggressivität und Brutalität und einen vermehrten Einsatz von Waffen bei Straßenraub-Fällen. Dadurch werden die Opfer zusätzlich verunsichert und verängstigt.
Außerdem ist es bedenklich, dass die Täter immer jünger werden (meist unter 21 Jahren) und scheinbar unterlegene Opfer suchen, wie etwa ältere Menschen. Häufig treten die mehrheitlich männlichen Täter auch in Gruppen auf.
Wie kann ich einen Raubüberfall verhindern?
Die Plattform polizei-beratung.de empfiehlt zur Prävention:
1. Meiden Sie dunkle und abgelegene Straßen und Plätze
2. Raubtäter haben es zumeist auf Bargeld abgesehen. Zählen Sie daher niemals für andere erkennbar in der Öffentlichkeit ihr Geld
3. Führen Sie wenig Bargeld mit sich. Wenn Sie eine größere Summe von der Bank abholen, lassen sie sich von Verwandten oder Nachbarn begleiten
Wie verhalte ich mich bei einem Überfall?
Die Unfallversicherung VBG rät in einer solchen Situation:
1. Versuchen Sie zumindet äußerlich ruhig und selbstsicher zu sein
2. Vermeiden Sie Provokationen oder eine unbedachte Gegenwehr
Mehr Tipps zum Verhalten bei Überfällen auf Geschäfte erfahren Sie auf diesem Infoblatt der VBG
Lohnt sich ein Selbstverteidigungskurs?
Auf Anfrage von rosenheim24 empfiehlt Mike Weinhart von der Shogun-Dojo Kampfschule in Rosenheim als Basis einen vierstündigen Selbstverteidigungskurs, der mehrmals jährlich angeboten wird. In diesem erfahren die Teilnehmer wie sie selbstsicherer auftreten können, gefährliche Situationen vermeiden und durch deutliche und klare Formulierungen Grenzen ziehen können.
In diesen Schnellkursen werden auch Befreiungstechniken geübt, etwa wie man sich aus einer Umklammerung befreien kann. "Das Ziel ist es, sich aus dem Griff des Angreifers zu lösen und dann wegzulaufen". Sofern das eigene Leben von einer Waffe bedroht wird, gilt dieser Ratschlag natürlich nicht.
Weinhart rät nach einem solchen Basiskurs ein regelmäßiges Kampftraining mit dem Schwerpunkt auf Selbstverteidigung zu besuchen. In seiner eigenen Kampfschule können Anfänger zunächst einen ganzen Monat mittrainieren. Seine Kampfsportgruppen seien bunt gemischt: es trainieren Frauen und Männer aller Altersklassen. "Unser ältestes Mitglied ist 67", sagt Weinhart zufrieden.
Wie kann ich helfen?
1. Helfen Sie ohne sich selbst in Gefahr zu bringen
2. Fordern Sie andere aktiv zur Mithilfe auf
3. Prägen Sie sich die Täter-Merkmale genau ein
4. Wählen Sie die Notrufnummer 110
5. Leisten Sie Erste Hilfe beim Opfer
6. Stellen Sie sich als Zeuge zur Verfügung
Mehr finden Sie auf der Seite aktion-tu-was.de
Für die traumatisierten Opfer sind aber die bürokratischen und rechtlichen Hilfeleistungen durch den Weißen Ring zunächst zweitrangig. "Das Wichtigste ist zunächst das Zuhören", erklärt Meerkatt-Lerche.
cs/mg

© polizei-beratung.deDiese Zeugin einer Gewalttat ruft mit ihrem Handy Hilfe.












