Bayerns Umweltminister Marcel Huber (CSU) fordert nach den jüngsten Lebensmittelaffären eine europaweite Verbesserung der Herkunftsangaben auf Lebensmitteln. Die Staatsregierung werde sich dafür in Berlin einsetzen, sagte Huber am Dienstag bei einer Regierungserklärung im Landtag. „Die Verbraucher haben ein Recht, dass in ihren Lebensmitteln das enthalten ist, was auf der Packung steht.“
Gleichzeitig forderte der CSU-Politiker die Lebensmittelwirtschaft zu größerer Ehrlichkeit auf: „Pferdefleisch- und Futtermittelskandal zeigen uns: Auch noch so viele Kontrollen können kriminelles Handeln nicht verhindern.“ Die Branche sei gefordert, mit besseren Eigenkontrollen für mehr Sicherheit und Ehrlichkeit zu sorgen. Bayerns Lebensmittel seien sicher, betonte Huber. „99,7 Prozent aller Proben sind gesundheitlich unbedenklich.“
Die besten Sprüche zum Pferdefleisch-Skandal
Die Opposition ließ kein gutes Haar an Hubers Erklärung. „Wahlkampf pur. Schöne Worte, die wie immer im September (zum Wahltermin) vergessen sind“, sagte Karl Vetter (Freie Wähler). Das Motto „Gut-Leben.Bayern“ erinnere an den einstigen CSU-Wahlslogan „Sommer Sonne Bayern“. „Selbstbeweihräucherung, ein Sammelsurium an nichtssagenden Worthülsen“, kritisierte der Grüne Christian Magerl. Huber habe zur Energiewende keine konkreten Pläne vorgelegt. Nach wie vor fehle etwa ein Kataster geeigneter Standorte für Pumpspeicherkraftwerke oder ein detaillierter 3D-Windatlas für Bayern.
dpa



































