Umstrittener Besucher

Emir von Katar will im Freistaat Geschäfte machen

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Der Emir von Katar, Tamim Bin Hamad al-Thani (l.), wird von Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer empfangen.

Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) hat einen ebenso reichen wie umstrittenen Besucher empfangen: In München traf Seehofer am Donnerstag den Emir von Katar und dessen Delegation. Scheich Tamim Bin Hamad al-Thani ist derzeit auf Deutschland-Visite und sucht nach Geschäftsmöglichkeiten.

„Es geht um Wirtschaft, Fußball und Bayern“, fasste Seehofer vor Beginn des Gesprächs im Münchner Prinz-Carl-Palais zusammen. Deswegen waren auch Wirtschaftsministerin Ilse Aigner und Europaministerin Beate Merk (beide CSU) bei dem Treffen dabei.

Zum anschließenden Mittagessen war auch FC-Bayern-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge eingeladen. Der kleine Ölstaat am Persischen Golf ist in den vergangenen Jahren vielfach in die Schlagzeilen der westlichen Medien geraten - zum einen wegen der Fußball-WM 2022 und dem Vorwurf von Menschenrechtsverletzungen beim Bau der Sportstadien, zum anderen wegen des Verdachts, dass Teile der Katarer Elite islamistische Terrorgruppen unterstützen. Diesen Vorwurf hatte der Emir am Vortag in Berlin zurückgewiesen.

Wirtschaftsministerin Aigner betonte anschließend, dass die Staatsregierung Interesse an guten Beziehungen hat: „Wir wollen Investitionen aus Katar in Bayern und sehen gute Geschäftschancen für bayerische Unternehmen“, sagte sie anschließend. „Vor allem in der Umwelt- und in der Energietechnik bieten sich Felder für das Engagement bayerischer Firmen.“

Grundlage jeglicher wirtschaftlicher Zusammenarbeit sei der politische Dialog. Deshalb sei der Besuch des Emirs im Freistaat wichtig. „Wichtig war es aber auch, dass Scheich Bin Hamad Al Thani bei seinem Deutschlandbesuch bereits gegenüber Kanzlerin Merkel das Interesse Katars am Kampf gegen Extremisten zum Ausdruck gebracht hat“, sagte Aigner.

dpa

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