Nach Seehofers Comeback-Ankündigung

Auch diese CSU-Politiker wollen Guttenberg zurück

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Einer seiner seltenen Auftritte in Deutschland: Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg amüsiert sich im Mai in Berlin während der Feier zum 10-jährigen Bestehen von Innocence in Danger e.V.

München - Es war DIE Überraschung auf dem CSU-Parteitag: Parteichef Seehofer will Guttenberg in die Politik zurückholen. Unterstützung erhält Seehofer nun von zwei namhaften CSU-Politikern. 

Der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer will den früheren Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg im Anschluss an die Wahlen 2013 in die Politik zurückholen. „Nach der Wahl werde ich mich darum bemühen“, sagte Seehofer am Samstag am Rande des CSU-Parteitags in München. Der über die Plagiatsaffäre um seine Doktorarbeit gestürzte Guttenberg solle eine „maßgebliche“ Aufgabe übernehmen, sagte Seehofer.

Rücktritt & Comeback: Diese Politiker haben es zurückgeschafft

Rücktritt & Comeback: Diese Politiker haben es zurückgeschafft

Volle Rückendeckung bekommt Seehofer von einer, die selbst mal als große Hoffnungsträgerin der CSU galt: Nämlich von Monika Hohlmeier, Tochter des CSU-Übervaters Franz-Josef Strauß. Bayerns frühere Kultusministerin Hohlmeier, die mittlerweile für Oberfranken (Guttenbergs Herkunftsbezirk) Abgeordnete im Europaparlement ist, sagte Spiegel Online: "Ich persönlich halte Karl-Theodor nach wie vor für einen der begabtesten Politiker Deutschlands und würde mich darüber freuen, wenn er sich dafür entscheiden würde, politisch wieder in den Ring zu steigen. Ob er wiederkommt, muss er mit seiner Familie selbst entscheiden." Er habe politisch schwere Zeiten hinter sich, habe "alle Anspruchsberechtigungen" auf eine zweite Chance. "Wer ihn näher kennt, der weiß, mit welch hohem Engagement er sich politisch eingebracht hat."

Politiker auf dem Schelmenbaum

Politiker auf dem Schelmenbaum

Pro-Guttenberg ist auch der langjährige CSU-Bundestagsabgeordnete Norbert Geis. Er erklärte gegenüber Spiegel Online: "Ich halte eine Rückkehr Guttenbergs für richtig, wenn er das will. Ich unterstütze deshalb das Bemühen Seehofers und werbe auch dafür."

Kritik an Seehofers Comeback-Plan kommt erwartungsgemäß von der SPD. Bayerns SPD-Landeschef Florian Pronold ätzte gegenüber Spiegel Online: "Das sagt viel über die dünne Personaldecke der CSU, wenn sie jetzt schon verzweifelt einen verbrauchten und längst entzauberten Politikblender aus dem Exil zurückholen will."

Der SPD-Bundestagsabgeordnete und Gesundheitsexperte Karl Lauterbach äußerte sich angesichts der Plagiatsaffäre des zurückgetretenen Verteidigungsministers ziemlich unbeeindruckt gegenüber dem Nachrichtenportal: "Guttenberg ist keine Bedrohung mehr, weil er auch in Zukunft das Image eines Blenders haben wird."

fro

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