Hilfsorganisation: 10 Kinder im Jemen bei Angriff auf Schule getötet

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Soldaten bewachen während einer Demonstration für die Regierung eine Straße in Sanaa. In der von Aufständischen kontrollierten jemenitischen Hauptstadt ist erstmals seit zwei Jahren das Parlament zusammengetreten. Seit Ende 2014 tobt ein blutiger Bürgerkrieg im Jemen. Foto: Yahya Arhab

Der blutige Bürgerkrieg im Jemen scheint kein Ende zu nehmen. Auch die erste Parlamentssitzung seit zwei Jahren wird von Gewalt überschattet - in der nördlichen Provinz Saada sterben Schulkinder bei einem Bombardement.

Sanaa (dpa) - Beim Angriff auf eine Schule im Norden Jemens sind nach Angaben der Ärzte ohne Grenzen 10 Kinder getötet worden. 28 weitere Schüler seien bei dem Bombardement in der nördlichen Provinz Saada verletzt worden, teilte die Hilfsorganisation über den Kurznachrichtendienst Twitter mit.

Ein Sprecher der in der Region herrschenden schiitischen Huthi-Rebellen machte die von Saudi-Arabien geführte Koalition für den Angriff verantwortlich. Kampfjets der Koalition, die den international anerkannten Präsidenten Abed Rabbo Mansur Hadi im Kampf gegen die Rebellen unterstützt, bombardierten auch Huthi-Stellungen in der Hauptstadt Sanaa, wo das jemenitische Parlament zu seiner ersten Sitzung seit zwei Jahren zusammen kam.

Beide Seiten sind seit Ende 2014 in einen blutigen Bürgerkrieg verstrickt. Vor einer Woche waren die von den UN unterstützten Friedensgespräche ohne Ergebnisse ausgesetzt worden.

Trotz einer Warnung Hadis, der sich derzeit im Exil in Saudi-Arabien befindet, versammelten sich die Parlamentarier. Hadi hatte die Sitzung im Vorfeld als "ungültig" bezeichnet und warnte die Abgeordneten, daran teilzunehmen. Von den insgesamt 301 Abgeordneten nahmen 144 an der Parlamentssitzung teil. Dutzende Befürworter der Rebellen kamen vor dem Parlament zusammen, um ihre Unterstützung zu demonstrieren.

Ärzte ohne Grenzen zum Bombardement in Saada

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