Immer mehr Ältere büßen Hartz IV ein

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Hartz-IV-Empfänger werden vom Jobcenter regelmäßig aufgefordert, vorzeitig in Rente zu gehen, obwohl sie dabei Renteneinbußen hinnehmen müssen. Foto: Jan Woitas

Berlin (dpa) - Bei immer mehr älteren Langzeitarbeitslosen fallen die Hartz-IV-Leistungen weg. Manche bekommen noch einen Job, andere gehen freiwillig vorzeitig in Rente - viele müssen aber wohl auch zwangsweise bereits mit 63 Jahren mit Abschlägen in Rente gehen.

Das legt eine Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken nahe, die der Bundestag im Internet veröffentlichte und über die die "Süddeutsche Zeitung" berichtete.

So stieg die Zahl der 63-Jährigen, die aus dem Hartz-IV-Bezug ausgeschieden sind, von knapp 9600 im Jahr 2008 kontinuierlich auf mehr als 38.600 im Jahr 2015.

Hartz-IV-Empfänger werden vom Jobcenter regelmäßig aufgefordert, vorzeitig mit 63 in Rente zu gehen, obwohl sie dabei Renteneinbußen hinnehmen müssen. Daten über die Zahl solcher Fälle lägen der Bundesregierung zwar nicht vor, schreibt sie. Doch wurden 2015 nur 1745 Hartz-IV-Empfänger mit 63 in Arbeit vermittelt. Von insgesamt mehr als 91.000 Hartz-IV-Beziehenden ab 63 Jahre hatten knapp 50.000 über ein Jahr lang kein Angebot vom Jobcenter mehr erhalten.

Der Linken-Rentenexperte Matthias Birkwald kritisierte die Zwangsverrentung von arbeitslosen Älteren am Mittwoch als "Demütigung". Im Mai hatte die SPD angekündigt, dass Hartz-IV-Bezieher bei drohender Altersarmut künftig nicht mehr zur Frührente gezwungen werden sollen.

Älterer Artikel zu "Zwangsverrentungen"

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SZ-Artikel zur Zwangsverrentung

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