Kanzlerin reist in die Grenzstadt Kilis

Merkel weiht Flüchtlingszentrum in der Türkei ein

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Reist nach Kilis: Kanzlerin Angela Merkel.

Kilis - Gemeinsam mit anderen EU-Spitzenpolitikern fliegt Angela Merkel am 16. April nach Kilis in der Türkei. Dort weiht die Kanzlerin ein Flüchtlingszentrum ein.

Update vom 23. April: Die Reise am 16. April in die Türkei hat nicht stattgefunden, stattdessen fliegt Merkel am 23. April mit EU-Vertretern in die Türkei. Wir berichten im News-Blog

Das teilte der türkische Ministerpräsident Ahmet Davutoglu am Dienstag mit. Zu dem Flüchtlingszentrum gehören demnach eine Schule und ein Krankenhaus.

Ein Kind spielt im Flüchtlingslager in Kilis.

In Kilis besteht bereits seit Jahren ein großes Flüchtlingslager. Die Stadt ist die erste der Türkei, in der wegen des Zuwanderung von Bürgerkriegsflüchtlingen mehr Syrer als Türken leben. In der Gegend schlagen auch immer wieder Geschosse ein, die von jenseits der Grenze abgefeuert werden. Bei einem neuen Zwischenfall dieser Art wurde am Dienstag laut Medienberichten ein türkischer Soldat leicht verletzt.

Türkei nimmt Flüchtlinge zurück

Die finanzielle Unterstützung der EU für die Türkei von insgesamt bis zu sechs Milliarden Euro bis 2018 ist ein Kernbestandteil der Vereinbarung zwischen beiden Seiten vom 18. März. Demnach nimmt die Türkei alle Flüchtlinge zurück, die nach dem 20. März über ihr Territorium nach Griechenland gelangt sind.

Die EU nimmt in einem geordneten Verfahren bis zu 72.000 syrische Flüchtlinge aus türkischen Lagern auf. Die Abschiebungen der Menschen aus Griechenland in die Türkei sowie die Aufnahme von Syrern durch die EU hatten am Montag begonnen.

Davutoglu bekräftigte in einer Rede vor der Parlamentsfraktion seiner Regierungspartei AKP seine Unterstützung für die von Menschenrechtlern scharf kritisierte Abmachung mit der EU.

Dank der Vereinbarung werde die Ägäis kein "Friedhof für Flüchtlinge" mehr sein, sagte Davutoglu mit Blick auf den Tod von hunderter Flüchtlinge während der illegalen Überfahrten von der Türkei nach Griechenland. Die türkisch-europäische Vereinbarung soll den Flüchtlingsandrang eindämmen, der im vergangenen Jahr mehr als 800.000 Flüchtlinge nach Europa gebracht hatte.

AFP

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