Auch Bedford-Strohm verteidigt Zahlungen

Kirche will weiter Miete für Flüchtlingsunterkünfte

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Der Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, Heinrich Bedford-Strohm.

Schweinfurt - Nach der Katholischen Kirche hat nun auch Bayerns evangelischer Landesbischof Bedford-Strohm gerechtfertigt, dass die Kirche für die Flüchtlingsunterbringung Miete vom Staat kassiert.

Das Geld komme der Hilfe für Migranten zugute, erklärte Heinrich Bedford-Strohm. Die evangelische Landeskirche habe alleine im Kirchenkreis München und Oberbayern fast 1000 Plätze zur Verfügung gestellt, so der Landesbischof am Montag auf der Landessynode in Schweinfurt. Würde die Kirche nun auf die Miete, die die öffentliche Hand dafür zahlt, verzichten, „würden wir zwar den Staatshaushalt entlasten, das Geld stünde aber nicht für die Begleitung der Flüchtlinge zur Verfügung. „Genau das aber können wir am besten. Und genau dafür wollen wir unser Geld verwenden.“

Deswegen sei die Refinanzierung der Unterkünfte die sinnvollste Lösung. „Um der Flüchtlinge selbst willen gibt es für uns keinen Grund, hier einen anderen Weg zu gehen", so Bedford-Strohm.

Auch die katholische Kirche hatte sich gegen Vorwürfe zur Wehr gesetzt, die Kirche verdiene über Mieteinnahmen an der Flüchtlingskrise. „Es ist völlig abwegig, so etwas zu behaupten. Das ist völliger Unsinn“, hatte der Erzbischof von München und Freising, Kardinal Reinhard Marx, Mitte November erklärt.An der Diskussion damals war auch Finanzminister Markus Söder (CSU) beteiligt. Er hatte erklärt: „Barmherzigkeit braucht keine Miete.“ Söder gehört der Landessynode als berufenes Mitglied - im Gegensatz zu den gewählten Mitgliedern - an und war am Montag in Schweinfurt zu Gast.

dpa

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