Merk will Sex-Straftätern Eintrag verpassen

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Bayerns Justizministerin Beate Merk will verurteilten Sexualstraftätern einen Eintrag in das erweiterte Führungszeugnis verpassen. 

München - Justizministerin Beate Merk (CSU) will Sexualstraftäter mit Hilfe von erweiterten Führungszeugnissen abschrecken. Für die Täter kann der Eintrag  weitreichende Konsequenzen haben.

Diese können Arbeitgeber von Arbeitnehmern verlangen, die sich für Stellen mit Kontakt zu Kindern und Jugendlichen bewerben. Merk forderte am Freitag in München, einschlägige Haftstrafen von bis zu einem Jahr sollten 30 Jahre lang im erweiterten Führungszeugnis erscheinen. Bisher würden diese Verurteilungen in manchen Fällen schon nach fünf Jahren gestrichen, kritisierte sie. Außerdem soll die Liste der Tätigkeiten erweitert werden, bei denen sexueller Missbrauch von Kindern in den Zeugnissen vermerkt werden darf. Bislang ist das nur bei Tätigkeiten möglich, „die geeignet sind, Kontakt zu Minderjährigen zu begründen“ - das betrifft etwa Lehrer, Kindergärtner, Jugendamtsmitarbeiter oder Bademeister.

Merk hält das für zu restriktiv, weil es viele nicht jugendspezifische Jobs gebe, in denen Erwachsene trotzdem häufig Kontakt zu Minderjährigen hätten. „Im Extremfall kann zum Beispiel auch ein Maler, für den das erweiterte Führungszeugnis nicht gilt, in die Lage kommen, Minderjährige auszubilden“, sagte die CSU-Politikerin. „Wir müssen alle Möglichkeiten, die wir haben, nutzen, um Kindern ein sicheres Umfeld zu erhalten und sie vor sexuellem Missbrauch zu schützen.“

dpa

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