RTL zeigt Interview

Video: Deutscher IS-Kämpfer droht mit Anschlägen

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Jürgen Todenhöfer (l.) mit dem deutschen IS-Kämpfer Christian Emde (r.) im irakischen Mossul.

Ein deutscher IS-Kämpfer droht im Interview mit dem Publizisten Jürgen Todenhöfer mit Anschlägen in Deutschland. RTL und n-tv zeigen das Interview im TV. Hier sehen Sie es vorab.

Update vom 10. Mai 2016:Ein mutmaßlicher Terrorist des Islamischen Staates hat in Grafing-Bahnhof (Kreis Ebersberg) mehrere Menschen mit einem Messer angegriffen und zum Teil schwer verletzt.

Update vom 23. Dezember 2015: In einem neuen Interview spricht Jürgen Todenhöfer über den Islamischen Staat. Und. Er prangert ein falsches Islambild an, das im Westen verbreitet sei. Zudem kritisiert er die Beteiligung der Bundeswehr am Krieg gegen den IS.

Update vom 17. November 2015: Vor einem Jahr war Autor Jürgen Todenhöfer im IS-Kalifat. Die tz sprach nach den Anschlägen von Paris mit dem Ex-CDU-Abgeordneten darüber, wie der Islamische Staat besiegt werden könnte. Lesen sie das IS-Interview mit Jürgen Todenhöfer.

Update vom 10. August: Im Interview mit Jürgen Todenhöfer kündigt Christian Emde an, dass der IS Europa erobern will. Eine Karte, die der IS veröffentlicht, zeigt nun, wie ein vom Islamischen Staat unterworfenes Europa aussehen soll. 

Der deutsche IS-Kämpfer Christian Emde hat Deutschland in einem Interview mit dem deutschen Publizisten Jürgen Todenhöfer mit Anschlägen gedroht, weil es den Islam bekämpfe. In dem im Dezember geführten Gespräch im irakischen Mossul kündigte der 30-jährige auch eine baldige Eroberung Europas durch den Islamischen Staat an. Christen und Juden bliebe dann die Wahl, zu konvertieren, ein Schutzgeld zu bezahlen oder durch das Schwert umzukommen. Weiter rief der aus dem Umfeld der Solinger Islamisten-Szene stammende Emde zu religiösen Säuberungen unvorstellbaren Ausmaßes auf. RTL zeigte das Interview erstmals und exklusiv im deutschen Fernsehen in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag, am 15. Januar 2015 um 00:30, in einem „RTL Nachtjournal Spezial“. Der Titel: „Wer uns nicht anerkennt, den werden wir töten – Jürgen Todenhöfers Interview mit einem deutschen IS-Kämpfer im Irak“. Wer das "Nachtjournal" verpasst hat: Der Nachrichtensender n-tv bringt am Donnerstag um 14.30 Uhr eine Sondersendung zum Interview.

Hintergrund: Im Dezember hielt sich der Publizist Jürgen Todenhöfer mit seinem Sohn Frederic im Machtbereich des sogenannten Islamischen Staates in Syrien und dem Irak auf. Monatelang hatte er sich um Sicherheitsgarantien bemüht, sie bekommen und dann die gefährliche Reise unter konspirativen Umständen gewagt. In der irakischen Stadt Mossul, die unter Kontrolle des IS steht, konnte Jürgen Todenhöfer den deutschen IS-Kämpfer Christian Emde treffen. Christian Emde ist ein islamischer Extremist aus dem Umfeld der berüchtigten und mittlerweile geschlossenen Millatu Ibrahim Moschee in Solingen. Emde war 2011 in London festgenommen worden, nachdem sich in seinem Koffer Bombenbauanleitungen gefunden hatten. Ein britisches Gericht hatte ihn zu 16 Monaten Haft verurteilt. Emde wurde anschließend nach Deutschland abgeschoben, tauchte unter und später in Syrien als IS-Kämpfer wieder auf. „Das ist ein Überzeugungstäter, der glaubt, eine historische Mission zu erfüllen“, so Jürgen Todenhöfer über Christian Emde. Und weiter: „Der Islamische Staat, wie er sich nennt, ist viel stärker, viel gefährlicher, viel cleverer, als unsere westlichen Politiker meinen.“

Auszüge aus dem Interview Todenhöfers mit IS-Kämpfer Christian Emde:

Todenhöfer: Das heißt, Sie wollen eines Tages auch Europa erobern?

Emde:  „Wir werden eines Tages Europa erobern. Nicht wir wollen, wir werden! Da sind wir uns sicher.“

Todenhöfer: Muss man in absehbarer Zeit mit Anschlägen des Islamischen Staates in Deutschland rechnen?

Emde: „Der deutsche Staat bekämpft ja uns, denn er hat Waffenlieferungen an die Peschmerga gemacht … Und er bekämpft den Islam schon seit sehr, sehr langer Zeit. Deswegen müssen sie sich drauf gefasst machen – definitiv!“

Todenhöfer: Und wenn sich die Schiiten Iraks und die Schiiten Irans, die 150 Millionen, die es auf der Welt gibt weigern, zu konvertieren, dann heißt es, sie werden getötet?

Emde: „Ja.“

Todenhöfer: 150 Mio?

Emde: „150 Millionen, 200 Millionen, 500 Millionen, uns ist die Anzahl egal.“

Todenhöfer: Sie waren deutscher Protestant, sie wurden Muslim, und sind jetzt hier im Islamischen Staat sind hier in Mossul, was sie erobert haben… Werden Sie eines Tages nach Deutschland zurückkehren?

Emde: „Ob ich zurückkehre nach Deutschland, das weiß ich nicht, das weiß nur Allah. Aber wir werden definitiv zurückkehren und das wird nicht mit Freundlichkeiten sein oder sonst irgendwas sondern das wird mit der Waffe sein und mit unseren Kämpfern. Und wer den Islam nicht annimmt oder das Schutzgeld nicht zahlt, den werden wir töten.“

Christian Berger, Redaktionsleiter „RTL Nachtjournal“: „Dieses Interview Jürgen Todenhöfers mit dem deutschen IS-Kämpfer ist ein ebenso erschreckendes wie wichtiges Dokument der ganzen Entschlossenheit und Gefährlichkeit der Dschihadistenmiliz. Nie zuvor hat ein deutscher Konvertit so offen mit einem Journalisten gesprochen und dabei mit einer so zynischen Gelassenheit die finstere und todbringende Gedankenwelt des Islamischen Staates preisgegeben. In einem aktuell geführten Interview mit Jürgen Todenhöfer ordnen wir die Aussagen Christian Emdes ein und geben den Zuschauern unmittelbare Einblicke in die Ideologie des IS, der die Welt derzeit in Atem hält.“

Quelle: RTL

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