Versöhnliche Töne vom CSU-Chef

Seehofer über sein Verhältnis zu Merkel: "Es gibt keine Distanz"

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Gute Zeiten oder schlechte Zeiten? Zumindest Horst Seehofer (l.) glaubt an ein gutes Verhältnis zu Kanzlerin Angela Merkel.

München - Trotz seiner mehrfachen Kritik an der Flüchtlingspolitik der Kanzlerin glaubt CSU-Chef Horst Seehofer an ein unbelastetes Verhältnis zu Angela Merkel und behauptet: "Wir arbeiten gut zusammen".

Der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer sieht sein Verhältnis zu Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in der Flüchtlingspolitik nicht belastet. Der CSU-Chef sprach sich am Samstag vor Unternehmern in Fellbach bei Stuttgart erneut für Kontrollmaßnahmen an den deutschen Grenzen aus. Damit will Seehofer die Zahl der Flüchtlinge  begrenzen. Er wies zudem Kritik zurück, es bestehe eine Distanz zur Kanzlerin.

Beim baden-württembergischen Wirtschaftsrat der CDU sagte Seehofer, solange eine Begrenzung der Zuwanderung über die Türkei und an den Außengrenzen der Europäischen Union nicht wirksam funktioniere, müssten die Binnengrenzen kontrolliert werden. „Das ist kein Kampfpunkt zwischen der Kanzlerin und mir“ - es sei lediglich eine andere Herangehensweise.

Seehofer für die SPD zunehmend eine Belastung

Seehofer hatte zuletzt immer wieder mit kritischen Äußerungen zur Flüchtlingspolitik für Unruhe in der Union und der Bundesregierung gesorgt. So nannte er die deutsche Flüchtlingspolitik eine "Herrschaft des Unrechts". Die SPD sieht ihn zunehmend als Belastung für die Bundesregierung. Seehofer sagte aber am Samstag zu seinem Verhältnis zu Merkel: „Es gibt keine Distanz, wir arbeiten gut zusammen, wir arbeiten vertrauensvoll zusammen.“

Mit Blick auf einen vereinbarten EU-Sondergipfel mit der Türkei zur Flüchtlingspolitik Anfang März sagte Seehofer: „Ich hoffe, dass die Kanzlerin am 6. März mit der Türkei zum Erfolg kommt. Ich glaube, das schafft sie.“

dpa

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