Neue Töne ein Jahr vor der Wahl

Söder wirbt für gemeinsamen Kurswechsel von CDU und CSU

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Markus Söder.

Penzberg - Bayerns Finanzminister Markus Söder (CSU) hat für einen gemeinsamen politischen Kurswechsel der Unionsparteien geworben. Nur wie stellt er sich das vor?

„Unsere Freunde in der CDU“ müssten mitgenommen werden, sagte Söder am Samstag bei der Landesversammlung der Jungen Union Bayern in Penzberg (Landkreis Weilheim-Schongau). „Die Basis der CDU, die Basis der Funktionäre, die Basis der Jungen Union in Deutschland denkt doch genauso wie die CSU“, meinte er. „Lassen wir es zu, dass 80 Prozent der Deutschen den Kurs mitbestimmen. Und helfen wir, dass sich an der Stelle Vernunft durchsetzt.“

Nach mehreren Landtagswahlen in diesem Jahr und bei der Bundestagswahl im kommenden Jahr gehe es um die „grundlegende Neuordnung der deutschen Parteienlandschaft“. Nächstes Jahr werde nicht nur über Schwarz-Grün gesprochen, was schon schlimm genug sei, sondern es werde auch um Dreierkoalitionen gehen. Es sei „Fünf vor Zwölf“, um mit der CDU einen glaubwürdigen Richtungswechsel hinzubekommen und Vertrauen in die Politik zu schaffen.

Probleme dürften nicht verschwiegen und Politik als alternativlos verkauft werden, warnte Söder. „Wer dem Bürger ständig sagt, alles sei alternativlos, der muss sich nicht wundern, wenn der Bürger sich eine eigene Alternative - und manch einer eine Alternative für Deutschland - sucht.“ Weiter sagte Söder: „Kommt die AfD in den Deutschen Bundestag (...), dann wird sie da bleiben. Dann ist das nicht nur so ein kleiner Spuk.“

dpa

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