Entscheidung angeblich erst 2017

Querelen um Merkel-Kandidatur? SPD reagiert mit Spott

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Ralf Stegner reagierte mit Spott auf die angeblichen Querelen in der Union.

Berlin - SPD-Vize Ralf Stegner hat mit Spott auf die angeblichen unions-internen Querelen um eine erneute Kanzlerkandidatur von Angela Merkel reagiert. „Die Kandidatur hängt offenbar am seidenen Faden der Gnade von Horst Seehofer.“

Das sagte Stegner am Samstag der Deutschen Presse-Agentur. „Um den Stolz der CDU ist es längst geschehen, wenn über die Spitzenkandidatur der Union in München entschieden wird und ein Wahlkampf mit gemeinsamen Inhalten schwer vorstellbar ist.“

CDU und CSU seien tiefgreifend zerstritten. „Es gibt in der Union keine gemeinsame Linie, keine verlässlichen Absprachen, kein belastbares Vertrauen“, sagte Stegner. „Das zeigt auch, dass der Ausgang der Bundestagswahl offener ist denn je.“

Der „Spiegel“ hatte berichtet, Merkel wolle ihren Beschluss über eine erneute Kanzlerkandidatur wohl erst im Frühjahr 2017 bekannt geben. Grund dafür sei, dass der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer erst dann entscheiden wolle, ob seine Partei eine Kandidatur Merkels wieder unterstütze, berichtete das Magazin unter Berufung auf CDU-Kreise.

Die SPD hat auch noch nicht entschieden, wen sie 2017 als Kanzlerkandidaten ins Rennen schicken will. Die Partei will die K-Frage im nächsten Jahr klären: Geplant ist, Anfang 2017 den Namen des Kandidaten zu nennen und auf einem Parteitag Ende Mai über die Personalie zu entscheiden.

Tauber zu Spekulationen über Kanzlerkandidatur: Sommerloch vorbei

CDU-Generalsekretär Peter Tauber hat gelassen auf den Bericht über eine angebliche Verschiebung der Bekanntgabe einer erneuten Kanzlerkandidatur von Angela Merkel reagiert. „Die Menschen erwarten, dass wir uns um die Probleme kümmern. Das tun wir. Das Sommerloch ist doch vorbei“, sagte Tauber am Samstag der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. 

In Unionskreisen hieß es dazu am Samstag, bei dieser "Spiegel"-Darstellung handele es sich um frei erfundene Spekulationen.

Merkel ist seit 2005 im Amt und damit Europas dienstälteste Regierungschefin. Die 62-Jährige regiert derzeit zum zweiten Mal in einer großen Koalition mit der SPD. Sollte sie erneut antreten, könnte sie Helmut Kohls Rekord-Kanzlerschaft von 16 Jahren einholen.

dpa

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