Ude spottet über Stoiber-Comeback

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Edmund Stoiber wird als Redner beim politischen Aschermittwoch auftreten - darüber amüsiert sich nun Münchens OB Ude.

Passau - Bayerns SPD-Spitzenkandidat Christian Ude hat sich über das geplante Comeback von Ex-CSU-Chef Edmund Stoiber beim Politischen Aschermittwoch der Christsozialen lustig gemacht.

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„In Wildbad Kreuth war noch Karl-Theodor zu Guttenberg die Zukunftshoffnung, jetzt ist es wieder Edmund Stoiber. Diesen Respekt vor dem Alter, den Horst Seehofer nicht immer hatte, begrüße ich natürlich sehr“, sagte der Münchner Oberbürgermeister der „Passauer Neuen Presse“ (Montag).

Der sozialdemokratische Spitzenmann für die Landtagswahl 2013 ist am bevorstehenden Aschermittwoch der große Gegenspieler der CSU. Erstmals seit Jahren erwartet die SPD tausende Zuhörer bei ihrer Kundgebung in Vilshofen. Dafür wird ein Zelt aufgestellt, weil der traditionelle Veranstaltungsort, der Wolferstetter Keller, zu klein ist.

Am Wochenende hatte die CSU kurzfristig Stoiber als zusätzlichen Redner für die traditionsreiche Aschermittwochs-Veranstaltung in Passau eingeladen. Hintergrund ist auch der Rücktritt von Bundespräsident Christian Wulff, durch den Ministerpräsident und CSU-Chef Seehofer als derzeitiger Bundesratspräsident die kommenden Wochen auch kommissarisches Staatsoberhaupt ist. Seehofer will sich deswegen beim Aschermittwoch staatsmännisch zurückhalten. „Ich habe jetzt Zurückhaltung zu üben, und deshalb muss ich vieles, vieles weglassen, was ich vorbereitet hatte“, sagte Seehofer.

Der frühere CSU-Vorsitzende Erwin Huber ist der Meinung, dass diese selbst auferlegte Zurückhaltung Seehofers nicht nötig ist. Es gebe keinen Grund, sich von der Opposition treiben zu lassen, sagte Huber der „Passauer Neuen Presse“. Seehofer sei nicht Bundespräsident, sondern nehme als Bundesratspräsident die Vertretung in dringenden Fällen wahr. Natürlich könnte er in seiner Rede als Parteichef Klartext reden, meinte Huber.

dpa

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