ZDF-Politbarometer

Umfrage: Mehrheit will Große Koalition

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Bald schon Koalitionspatner? CDU-Chefin Anmgela Merkel und der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel.

Berlin - Eine klare Mehrheit der Bevölkerung erwartet und wünscht sich nach der Bundestagswahl in einem Jahr eine Neuauflage der Großen Koalition.

Ein solches Bündnis von CDU/CSU und SPD würden 54 Prozent begrüßen, ergab das am Freitag veröffentlichte ZDF-Politbarometer. Danach fänden 79 Prozent der Unions-Anhänger ein Zusammengehen der beiden großen Parteien gut. Bei den SPD-Sympathisanten sind dies mit 54 Prozent deutlich weniger.

Rund 45 Prozent der Befragten rechnen damit, dass es 2013 auch zu einer solchen Konstellation kommt. Lediglich 14 Prozent erwarten Rot-Grün und nur noch neun Prozent eine Bestätigung von Schwarz-Gelb. Kaum jemand (vier Prozent) glaubt an Schwarz-Grün.

Wäre bereits am nächsten Sonntag Bundestagswahl, bekämen weder die derzeitige Koalition noch Rot-Grün eine Mehrheit. Demnach kommt die Union auf 36 Prozent (minus eins gegenüber August), die SPD auf 30 (plus eins). Die FDP schafft nur noch vier Prozent (minus eins). Die Grünen verbessern sich auf 13 Prozent (plus eins). Linke und Piraten bleiben unverändert bei sechs Prozent.

Wer in welchem Bundesland regiert

Wer in welchem Bundesland regiert

Auf der Skala der wichtigsten Politiker (von +5 bis -5) kann sich Bundeskanzlerin Angela Merkel mit einem Wert von 2,0 (August: 1,8) leicht verbessern. Auf Platz zwei liegt NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft mit unveränderten 1,6, gefolgt von Finanzminister Wolfgang Schäuble (1,5/1,4). Dahinter liegen die beiden möglichen SPD-Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück (1,4/1,3) und Frank-Walter Steinmeier mit unverändert 1,3. Verbessern können sich Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (0,8/0,6) und SPD-Chef Sigmar Gabriel (0,6/0,3).

Den vom Verfassungsgericht gebilligten Rettungsschirm ESM für verschuldete Euro-Länder lehnen 62 Prozent der Befragten ab. Lediglich 33 Prozent sind dafür. 71 Prozent sind für eine Volksabstimmung, sollte es im Rahmen der Euro-Rettung zu einer weiteren Abgabe nationaler Zuständigkeiten an die EU kommen.

dpa

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