Umweltschützer kritisieren Ergebnis der AKW-Checks

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BUND-Chef Hubert Weiger kritisiert das Ergebnis der Atomkraftwerke-Überprüfung.

Berlin - Mit dem Bericht der Reaktorsicherheitskommission stehen mindestens vier Atomkraftwerke vor dem Aus. Doch Umweltschützern ist das zu wenig. Sie kritisieren die Ergebnisse des Berichts.

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland hat die Ergebnisse der Sicherheitstests an den 17 deutschen Atomkraftwerken kritisiert. Sie seien keine akzeptable Grundlage für die Entscheidung über den Atomausstieg, erklärte der Umweltverband am Dienstag in Berlin.

„Im Grunde bestätigt die Reaktorsicherheitskommission, dass es keine Reaktorsicherheit gibt“, meinte BUND-Chef Hubert Weiger. “Flugzeugabstürze und Terrorgefahren sind und bleiben unlösbare Risiken. Deshalb darf kein einziges deutsches Atomkraftwerk einen Persilschein zum Weiterbetrieb ausgestellt bekommen.“

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Bundeskanzlerin Angela Merkel müsse endlich politisch entscheiden, ob sie der Bevölkerung die Gefahren der Atomkraft weiter zumuten wolle oder nicht. Den inakzeptablen Risiken der Atomenergie dürfe die Bevölkerung nicht noch weitere Jahre ausgesetzt werden.

Die atomkritische Ärzteorganisation IPPNW bemängelte, die sogenannten Stresstests seien nichts anderes gewesen als eine “freundliche Betreiberbefragung“. “Das ist so, als würde man mit dem Pkw beim TÜV vorfahren und dort den Entwurf eines selbst erstellten Mängelberichts überreichen“, erklärte IPPNW-Atomexperte Henrik Paulitz.

dapd

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