Überraschende Wendung dank neuem Team?

US-Wahlkampf: Trump bedauert seine harsche Wortwahl

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Donald Trump.

Charlotte - Nach der Neuaufstellung seines Wahlkampfteams mäßigt US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump den Ton. Auf einer Kundgebung in Charlotte im Bundesstaat North Carolina äußerte der Rechtspopulist sein Bedauern über rhetorische Entgleisungen.

Update vom 10. Oktober 2016: Die Kandidaten verändern sich, die Themen auch, aber eines bleibt immer gleich: Die US-Bürger wählen ihren Präsidenten dienstags. Dafür gibt es einen Grund.

Update vom 27. September 2016: Das erste TV-Duell zwischen Trump und Clinton ist vorbei. Unser US-Korrespondent macht den Schnellcheck: So schlugen sich die Präsidentschaftskandidaten.

"Ich bedaure das - insbesondere in den Fällen, in denen das möglicherweise persönlichen Schmerz verursacht hat." Der angeschlagene Kandidat hielt die Rede einen Tag, nachdem er die Spitze seines Teams neu besetzt hatte.

Im bisherigen Wahlkampf hatte sich Trump mit dem Eingeständnis eigener Fehler zurückgehalten. "Manchmal wählt man nicht die richtigen Worte oder man sagt etwas Falsches, wenn man in der Hitze des Gefechts steht und über eine Vielzahl Dinge spricht", räumte Trump nun ein. "Ich habe das getan. Und ob man mir das glaubt oder nicht - ich bedaure es."

Anders als bei früheren Auftritten hielt Trump die Rede nicht frei, sondern las sie vom Teleprompter ab. Der Kandidat deutete die Bereitschaft an, nicht mehr durch den Stil seiner Auftritte von den politischen Inhalten ablenken zu wollen. "Es steht zu viel auf dem Spiel, als dass wir uns mit diesen Dingen aufhalten sollten", sagte er. "Eines kann ich Euch aber versprechen: Ich werde Euch immer die Wahrheit sagen."

Hier können Sie nachlesen, wie die aktuellen Umfragewerte für Trump und Clinton aussehen.

Trump baut Wahlkampfteam erneut um

Der Immobilienmilliardär hatte in den vergangenen Wochen mit seinen Äußerungen immer wieder Stürme der Entrüstung entfacht. So attackierte er die muslimischen Eltern eines im Irak gefallenen US-Soldaten und hielt eine mehrdeutige Ansprache an Waffenfreunde, die von Kritikern als Aufruf zur Gewalt gegen seine Rivalin Hillary Clinton gedeutet wurde. In den Umfragen ist er deutlich hinter die Demokratin zurückgefallen.

Trump hatte am Mittwoch zum zweiten Mal binnen zwei Monaten sein Wahlkampfteam umgebaut. Zwar behält Trumps umstrittener Wahlkampfmanager Paul Manafort seinen Posten, doch wird ihm Stephen Bannon, der Leiter des rechtspopulistischen Nachrichtenportals "Breitbart", an die Seite gestellt. Bannon gilt unter Konservativen in den USA als provokante Figur. Seine Berufung wurde als Signal gewertet, dass Trump inhaltlich keine Mäßigung anstrebt.

Trump: "Ich will mich nicht ändern"

Trumps ebenfalls am Mittwoch neu berufene Kampagnenmanagerin Kellyanne Conway kündigte derweil an, dafür zu sorgen, dass die Botschaft des republikanischen Kandidaten besser herausgearbeitet wird. "Wir werden seine Botschaft schärfen. Wir werden sicherstellen, dass Donald Trump sich in seiner eigenen Haut wohl fühlt, dass er seine Authentizität nicht verliert", sagte Conway am Donnerstag zu CNN. Zu CBS News sagte sie, sie wolle lieber einen Wahlkampf mit "Substanz" gewinnen als mit "Stil".

Zuletzt war Trump auch in der eigenen Partei verstärkt unter Druck geraten. Republikaner warfen dem Spitzenkandidaten vor, sich selbst und der Partei durch verbale Entgleisungen zu schaden. Noch am Dienstag hatte Trump aber in einem Fernsehinterview klargestellt, dass er keinen generellen Imagewechsel plane. "Ich bin, wer ich bin. Das bin ich. Ich will mich nicht ändern", hatte er gesagt.

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