Offizielle Bosna-Stellungnahme nach Skandalspiel

"Wir bedauern die Vorfälle zutiefst!"

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Rosenheim - Das Skandalspiel in der Innflutmulde mit einer tätlichen Attacke auf den Schiedsrichter hat hohe Wellen geschlagen. Jetzt hat der betroffene Verein eine offizielle Stellungnahme herausgegeben.

Drunter und drüber ging es am Sonntagnachmittag beim Spiel in der A-Klasse 2 zwischen dem FC Bosna i Hercegovina Rosenheim und dem SV DJK Kolbermoor II. Bereits die Ausgangssituation ließ ein hitziges Spiel erahnen: beide kämpfen um den heiß begehrten Relegationsplatz, um den Abstieg in die B-Klasse zu vermeiden.

Dennoch: mit einer derartigen Eskalation hatte wahrscheinlich niemand gerechnet! Nach einem Zweikampf an der Auslinie in der 75. Spielminute kam es zu einer Schubserei zwischen den beiden Akteuren. Der Schiedsrichter bestrafte dies mit je einer Gelben Karte für beide Beteiligte. Für den FC Bosna-Spieler bedeutete dies jedoch den Platzverweis, da er zuvor bereits verwarnt worden war. Vermutlich aus Frustration über die Entscheidung attackierte er daraufhin den Referee und stieß ihn zu Boden - ein Fehlverhalten, das fatale Folgen nach sich ziehen könnte.

Nachdem sich Verantwortliche beider Vereine bereits am Montag im Gespräch mit rosenheim24.de zu den Vorfällen erstmals geäußert hatten, hat der FC Bosna i Hercegovina Rosenheim e.V. am Dienstagvormittag noch einmal eine offizielle Stellungnahme verschickt.

Stellungnahme des Vereins im Wortlaut:

"Sehr geehrte Sportkameraden, 

hiermit möchten wir uns im Namen des gesamten Vereins FC Bosna i Hercegovina Rosenheim entschuldigen und zu den Vorfällen Stellung nehmen. Wir bedauern die Vorfälle zutiefst.

Dieses A-Klassen Spiel am 29.05.2016 gegen den SV DJK Kolbermoor II hatte für beide Mannschaften einen enormen Stellenwert, da es um den Nicht-Abstieg ging. Der noch recht junge Schiedsrichter pfiff die erste Halbzeit gut. In der zweiten Halbzeit verlor er die Kontrolle über das Spiel, indem er zu viele gelbe Karten zeigte und sich das Spiel dadurch noch weiter aufheizte. Zudem leistete er sich sehr viele recht einseitige Fehlentscheidungen. Damit sind das Benehmen und die nachfolgenden Ereignisse aber auf keinen Fall zu entschuldigen oder zu rechtfertigen. Es wurden die Konsequenzen von Seiten des Vereins gezogen und der Spieler wurde umgehend suspendiert.

Die nachfolgende Berichterstattung wurde von den Medien leider hochgepuscht. Nach dem Vorfall war es nicht nötig, den Schiedsrichter durch Polizei oder durch irgendjemanden zu schützen. Der Schiedsrichter stand sofort auf, brach das Spiel ab und ging normal und ohne sichtbare Verletzungen zur Kabine. Es ging weder von Spielern, noch von Mitgliedern oder Zuschauern eine Gefahr aus. Alle verhielten sich ruhig. Wir werden alles dafür tun, dass so etwas nie wieder passiert. Denn so etwas gehört nicht auf den Fußballplatz."

Martin Wiegand

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

Zurück zur Übersicht: A-Klasse 2

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare