Endlich - Erlbach feiert ersten Sieg

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Es waren Felsbrocken, die im Holzland von den Herzen fielen. Der SV Erlbach hat sich mit einer wahren Energieleistung den lang ersehnten ersten Sieg in der Bayernliga Süd gesichert. Am Samstagabend setzte sich der SVE mit 3:1 (2:1) gegen den TSV Bogen durch.

Aus Erlbach berichtet Tobias Ruf

"Wir sind mehr als erleichtert. In einigen Spielen hatten wir am Sieg gekratzt, heute ist es uns endlich geglückt", sagte ein zufriedener SVE-Coach Robert Berg nach dem Spiel, drückte aber auch prompt auf die Euphoriebremse.

"Wir schlagen jetzt keine zehn Salti hier, das war nur ein erster Schritt. Dem müssen noch einige folgen, das ist uns klar. Aber wir haben einmal mehr gezeigt, dass wir in dieser Liga mitspielen können".

Das Matchglück ist zurück

Wie wichtig dieser "erste Schritt" tatsächlich war, äußert sich in der Tabelle. Erlbach, das wochenlang auf dem letzten Tabellenplatz versauerte, springt mit dem Erfolg über Bogen auf den 16. Platz und befindet sich plötzlich in Schlagdistanz zu Mannschaften wie Pipinsried oder Kirchanschöring.

Bis es allerdings so weit war, standen 90 spannende und hart umkämpfte Minuten, in denen die Rot-Weißen auch endlich das berühmte Matchglück auf ihrer Seite hatten.

Maier gibt die richtige Antwort

Von Beginn an entwickelte sich eine ausgeglichene Partie auf taktisch hohem Niveau, in der Sebastian Leitmeier das erste Ausrufezeichen setzte. Der Stürmer nahm einen Freistoß in der 26. Minute direkt, die Kugel knallte an den Pfosten, sprang von dort auf den Rücken des Bogener Keepers Waldemar Trozenko und kullerte letztlich zum 1:0 über die Linie.

Als Walter Müller nur zwei Minuten später per direktem Freistoß zum 1:1 ausgleichen konnte, schien das Erlbacher Dilemma eine weiter Fortsetzung zu finden.

Nicht so aber an diesem historischen Samstagabend. Denn nur zehn Minuten später setzte Philipp Baumann seinen Teamkollegen Johannes Maier mustergültig in Szene, Maier tunnelte Trozenko - 2:1.

Platzverweis sorgt für Unruhe

Mit einem Vorsprung ging es also in die Kabinen, ein Gefühl, das Erlbach so in der Bayernliga Süd noch nicht kannte.

Die zweite Halbzeit war anschließend weniger von spielerischer Klasse geprägt, es wurde auf beiden Seiten zunehmend hektisch. Als Harald Bonimeier in der 62. Minute mit einer fragwürdigen Gelb-Roten-Karte des Feldes verwiesen wurde und Bogen besser ins Spiel kam, musste man um den Premierensieg fürchten.

Leitmeier macht den Deckel drauf

Da sich aber auch Bogen selbst schwächte und nach dem Platzverweis für Markus Rainer (73.) personell wieder Gleichheit herrschte, war alles für den großen Moment bereitet.

Leitmeier schnappte sich knapp zehn Minuten vor dem Ende den Ball, zog von der Strafraumgrenze ab und versenkte die Kugel flach im rechten Eck.

Und dann fielen die Felsbrocken. . .

Quelle: rosenheim24.de

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