Bezirksliga Ost: Der 13. Spieltag

SVO - Moosach knapp, Kolbermoorer Elferfest, Waging verliert Kellerduell

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Über weite Strecken überzeugen konnten Bernd Schiedermeier (weiß) und sein SV Ostermünchen gegen Tabellenführer TSV Moosach und Spielertrainer Markus De Prato (schwarz).

Ostermünchen/Kolbermoor/Aying - Der SV Ostermünchen war gegen Tabellenführer und Favorit TSV Moosach näher dran, als manch einer vorher vermutet hätte. Im Spiel des VfL Waldkraiburg in Kolbermoor gab es ein wahres Elfmeterfestival - und am Ende einen Kantersieg für den SV-DJK. Untergangsstimmung herrscht dagegen am Waginger See - die Seerosen verloren auch den Kellerkracher in Aying mit 0:4. Ampfing verlor durch ein geniales Freistoßtor in Ebersberg, der ASV Au hatte beim Zweiten Forstinning keine Chance und Saaldorf gewann verdient gegen Ottobrunn.

SV Ostermünchen - TSV Moosach bei Grafing 0:2

Mit 0:2 verlor der SV Ostermünchen letztlich vor eigenem Publikum gegen den Spitzenreiter aus Moosach. Dabei hatte die Mannschaft von Manfred Thaler über 90 Minuten lang einen großen Kampf gezeigt, agierte taktisch sehr diszipliniert, zeigte phasenweise ein gefälliges Kombinationsspiel – belohnte sich aber, wie so oft in der Saison, erneut nicht. Am Ende hatte so der clevere Tabellenprimus die Nase vorn.

„Ich habe vor dem Spiel gesagt, dass wir gegen Moosach sehen, ob wir mit Spitzenmannschaften mithalten können. Das haben wir. Allerdings haben wir uns auch für unseren guten Auftritt mal wieder nicht belohnt.“, so auch das Fazit von SVO-Coach Manfred Thaler.

Einen ausführlichen Bericht zum Spiel SVO - Moosach lest ihr HIER.

SV-DJK Kolbermoor - VfL Waldkraiburg 5:2

Nach dem Galaauftritt vor einer Woche gegen den SV Dornach kamen die Fußballer des VfL Waldkraiburg beim SV-DJK Kolbermoor am Samstag mächtig unter die Räder. Trotz einer Leistungssteigerung im zweiten Durchgang unterlagen sie den Kolbermoorern am Ende auch in der Höhe verdient. Kurios: es gab insgesamt gleich vier Elfmeter - ein wahres Strafstoßfestival!

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Somit ging die Siegesserie der Waldkraiburger vehement zu Ende. Beim SV-DJK Kolbermoor, der von den letzten acht Spielen nur eines verloren hat, wurde der positive Trend hingegen fortgesetzt. In der Tabelle der Bezirksliga Ost bleibt Kolbermoor allerdings mit sechzehn Punkten noch hinter dem VfL mit achtzehn Zählern.

Kolbermoor-Coach Nenad Grizelj war nach dem Spiel voll des Lobes für sein Team: "Seitdem ich hier in Kolbermoor Trainer bin, war das wahrscheinlich das beste Spiel von uns! Wir sind mannschaftlich geschlossen aufgetreten und haben auch in der Höhe absolut verdient gewonnen. Ein sehr wichtiger Sieg für uns gegen ein Team, das einen Lauf hatte - vor allem im Hinblick auf die Tabellensituation.".

Einen ausführlichen Bericht zum Spiel Kolbermoor - Waldkraiburg lest ihr HIER.

SF Aying - TSV Waging 4:0

Dass Kellerduell des bis dahin Letzten gegen den Vorletzten war am Ende eine klare Angelegenheit. Bis zur Pause waren die beiden Teams noch, was das Ergebnis anging, ebenso nah beieinander, wie in der Tabelle. 1:0 führten die Gastgeber aus Aying bei Halbzeit - das einzige Tor des ersten Durchgangs hatte in der 23. Minute Lukas Huber erzielt.

In Halbzeit zwei gelang es den Gästen vom Waginger See nicht mehr, dies noch auszugleichen. Vielmehr mussten sie weitere bittere Gegentreffer hinnehmen - und schlichen am Ende erneut mit einer deftigen Watschn vom Platz. Zunächst hatte nach etwas mehr als einer Stunde Wolfgang Mayr für die Ayinger auf 2:0 erhöht, ehe in der Nachspielzeit die Sportfreunde Jonas Striegel (90.) und Michael Demmel (92.) den eklatant hohen Endstand gegen die glücklosen Seerosen herstellten.

Durch dieses Ergebnis tauschten Aying und Waging die Plätze. Letzter und damit Inhaber der Roten Laterne sind somit die Chiemgauer. Für die sieht es langsam wirklich zappenduster aus. Untergangsstimmung am Waginger See. Der Abstand auf die Nichtabstiegsplätze beträgt mittlerweile bereits sieben Punkte. Eine Menge im Tabellenkeller. Noch dazu hat man bereits ein Spiel mehr absolviert - und muss auf Sicht davon ausgehen, dass sich sowohl Ottobrunn als auch Ampfing noch steigern werden.

Der Trend der Waginger ist derzeit jedenfalls fatal! Nur zwei Siegen und einem Unentschieden stehen erschreckende zehn Niederlagen gegenüber - gegen Aying verloren die Seerosen das fünfte Spiel in Serie. Und kassierte dabei allein in den letzten vier Begegnungen vierzehn Gegentreffer! Mehr als ein Abstiegs-Relegationsplatz dürfte wohl jetzt schon nicht mehr drin sein, in dieser Saison. Denn gegen wen, wenn nicht den ebenso angeschlagenen Tabellenletzten, will man gewinnen? Es muss sich was ändern am See!

TSV 1877 Ebersberg - TSV Ampfing 1:0

„Uns fehlt einfach ein Knipser. Wir haben beste Chancen und machen nichts daraus“, lamentierte Trainer Gzim Shala nach der unglücklichen Niederlage gegen seinen Ex-Verein, der jetzt bis auf einen Punkt an Ampfing dran ist. Die Schweppermänner ließen einfach zu viele Gelegenheiten aus.

Ampfings Keeper Christian Endlmaier verlebte bis auf eine Szene in der 74. Minute, als Benedikt Platzer gefährlich vor seinem Kasten auftauchte, einen ruhigen Spätnachmittag und musste doch in der 76. Minute hinter sich greifen, als Maximilian Volk einen Freistoß via Pfosten versenkte. „Bei uns wäre so ein Ball sicher wieder aus dem Tor gesprungen“, haderte Shala mit dem fehlenden Glück.

Das müssen sich die Ampfinger wohl erst wieder erarbeiten, vielleicht klappt es ja bereits am Dienstag, wenn Schlusslicht SF Aying seine Vistenkarte im Isenstadion abgibt. „Wir verbessern uns spielerisch jedes Mal, setzen taktisch alles gut um, stehen hinter recht sicher, nur mit dem Abschluss will es nicht klappen. Das ist ärgerlich und das hat sich die Mannschaft auch nicht verdient“, so der Coach, der hofft, dass gegen Aying das Schussglück nach Ampfing zurückkehrt: „Die Jungs müssen an sich glauben, andere Mannschaften sind nicht besser als wir, aber cleverer.“

Einen ausführlichen Bericht zum Spiel Ebersberg - Ampfing lest ihr HIER.

VfB Forstinning - ASV Au 4:0

Der VfB aus Forstinning - nominell Aufsteiger, aber längst als eines der stärksten Teams der diesjährigen Bezirksliga bewertet - siegte in seinem Heimspiel gegen ASV Au souverän. Die sattelfeste Hintermannschaft um Mathias Hirt ließ, bis auf einen Pfostenschuss der Auer in der Schlussphase (87.), nichts anbrennen.

Im Angriff überzeugte abermals Bekim Shabani mit einem Doppelpack noch in der ersten Hälfte: Dabei sorgte er zunächst für einen Blitzstart des VfB. Nach nur sieben Minuten behauptete er im Strafraum geschickt den Ball und zog aus acht Metern halblinker Position mit links trocken ins lange Eck ab - und erzielte die frühe Führung für die Hausherren.

Dies erwies sich als Dosenöffner in dieser Partie für die Forstinninger, welche sich den Vorsprung auch nach und nach verdienten. Die Heimelf wirkte eine Spur ballsicherer als die Gäste vom ASV, gewann die Mehrzahl der Zweikämpfe und hatte auch die besseren Möglichkeiten. Exemplarisch dafür standen einer der wenigen Auer Torabschlüsse durch Julian Reisner aus etwa zwanzig Metern nach einer knappen Viertelstunde - und die Doppelchance für Max Zander, der erst eine Hereingabe von VfB-Kapitän Korbinian Hollerieth volley nahm und drübersetzte (23.) und dann direkt im Anschluss nach einem tollen Sololauf mit seinem Lupfer das Tor verfehlte (25.).

Nach 32 Minuten sorgte Shabani dann für die fällige Zwei-Tore-Führung für die Gastgeber: Die Abwehr der Auer brachte den Ball nicht richtig weg, Shabani schnappte sich das Leder und trat es aus 25 Metern halblinker Position ins rechte Kreuzeck! Ein Traumtor!

Nach dem Pausentee musste ASV-Coach Franz Pritzl etwas probieren, brachte Simon Kapsner und Goalgetter Peter Niedermeier in die Partie. Au kam dadurch etwas besser im Spiel, konnte sich aber immer noch keine zwingende Chance erarbeiten. Bemüht waren die Auer - aber ohne Durchschlagskraft. Zu oft ging das Anspiel in die Spitze daneben oder es fehlte die notwendige Genauigkeit beim letzten Ball.

Dies bestrafte dann Forstinnings agiler Angreifer Zander mit einem weiteren Traumtor gegen die Auer, welche jetzt aufmachen mussten und dadurch natürlich Räume anboten: Aus 23 Metern zog er ab und traf unhaltbar für ASV-Schlussmann Markus Stiglmeir in die Maschen! In der 74. Spielminute war dies die Vorentscheidung.

Den Schlusspunkt setzte schließlich Forstinnings Joker Jonas Dirscherl: Hollerieth bediente ihn mustergültig mit einem tollen Anspiel - und der gerade eingewechselte Stürmer blieb cool, spielte Stiglmeir aus und schob zum 4:0 Endstand ein (80.).

Dass der ASV danach noch den Pfosten traf, tat nichts mehr zur Sache. Die Auer spielten bis zum Strafraum durchaus ordentlich mit, hatten aber in der Defensive doch einige Probleme. Unter dem Strich ein völlig verdienter Heimsieg für den VfB, der in der Bezirksliga weiter überzeugen kann und in der Tabelle auf Aufstiegs-Relegationsplatz Zwei kletterte - nur einen Zähler hinter Spitzenreiter Moosach. Die Auer hingegen mussten in den letzten Spielen ein wenig abreißen lassen und sortieren sich im Mittelfeld der Tabelle ein. 

SV Saaldorf - TSV Ottobrunn 2:1

Im Lager des SV Saaldorf war man vorgewarnt, da die Gäste vom TSV Ottobrunn von ihren fünfzehn Punkten deren dreizehn auf fremden Plätzen geholt hatten. Gästetrainer Tarkan Kocatepe musste jedoch auf den führenden der Bezirksliga Torschützenliste Timo Aumayer verzichten.

Das SVS Trainerduo Mathias Rehrl und Franz–Xaver Butzhammer wird einzig und allein den fahrlässigen Umgang mit den Torchancen bemängeln. Bei deren konsequenter Ausnutzung hätten die gut 200 Zuschauer nämlich nicht bis zur letzten Minute zittern müssen.

Einen Bericht zum Spiel Saaldorf - Ottobrunn aus Sicht des SVS lest ihr HIER.

Quelle: rosenheim24.de

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