Nach 1:2-Pleite gegen Ottobrunn: Amerang auf Relegationsplatz

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Torhüter Andreas Dumpler,gab sein Debüt im Dress des SVA im Seniorenbereich

Ein völlig unnötige 1:2 Niederlage musste der SV Amerang am Sonntagnachmittag in Ottobrunn einstecken. Bei den Gästen gab dabei der 18 jährige Andreas Dumpler sein Debüt im Tor, der seine Sache bravourös meisterte und zu keinem Zeitpunkt Nervosität oder Schwächen an den Tag legte.

Die Hausherren aus dem Münchener Vorort begannen die Partie äußerst druckvoll und verzeichneten bereits in den ersten Minuten einige Einschussmöglichkeiten. Dabei konnte sich Torhüter Andi Dumpler bei einem Flachschuss aus kurzer Distanz gegen Michael Huber (5.) sowie weiteren Abschlüssen von Thomas Gambietz und Sebastijan Cacic auszeichnen und Selbstvertrauen tanken.

Nach überlegenen aber torlosen ersten 15 Spielminuten der Hausherren kamen nun die Ameranger immer besser ins Spiel. Ein Alleingang des pfeilschnellen Fabian Rußwurm kann Torhüter Franz Hadler mit einer Glanzparade entschärfen (24.). In der derselben Spielminute findet auch Florian Stöcklhuber mit einem Drehschuss nach schnell ausgeführtem Freistoß in TW Hadler seinen Meister.

Doppelchance führt nicht zum Erfolg

Etwa eine halbe Stunde war gespielt, da hatten die mitgereisten SVA-Anhänger den Torjubel bereits auf den Lippen. Jedoch weder Stöcklhuber (Pfostentreffer - nach schöner Vorarbeit von Rußwurm), noch Rechl, dessen Nachschuß in der gleichen Aktion gerade noch auf der Torlinie geklärt werden konnte, erzielten die mittlerweile verdiente Führung für die Gäste aus dem Chiemgau. Sekunden später ging noch ein Volleyknaller von Thomas Kasparetti in Höhe der Strafraumgrenze nur um Zentimeter am Pfosten des TSV-Gehäuses vorbei.

Nun ergaben sich für den Aufsteiger Riesenchancen nahezu im Minutentakt. Eine weitere 100%ige verzeichneten die Mannen um Kapitän Christian Voit in der 40. Spielminute, als Rechl nach einem wunderbar vorgetragenen Spielzug über Stöcklhuber frei vor Torhüter Hadler auftaucht, jedoch am TuS-Keeper, der stark pariert, scheitert. Auch den darauf folgende Nachschuß von Stöcklhuber kratzten die Kotacepe-Schützlinge von der Linie. Die Chancenflut in Halbzeit eins, beendete Thomas Kasparetti, als er nach einer Kopfballablage artistisch im 5er per Seitfallzieher (freistehend!) die Kugel neben das Ottobrunner Gehäuse setzte.

Nach anfänglichen Problemen konnten die Jungs um Trainer Klaus Seidel der Begegnung immer mehr ihren Stempel aufsetzen und ließen im Verlauf der ersten 45 Minuten fahrlässig ihre teilweise toll herausgespielten Chancen liegen. Eine Führung wäre hochverdient gewesen.

Führung nimmt den Schwung

Nach Wiederanpfiff setzen die Gäste dort an, wo sie aufgehört hatten und verbuchten in Form des sehr agilen Fabian Rußwurm aus 12m die nächste gute Einschussmöglichkeit, die wiederum der klasse TuS-Keeper entschärfen konnte. In der 50. Spielminute schlug ein Ottobrunner-Abwehrspieler bei einem weitem Ball auf Rechl ein eklatantes Luftloch, sodass der SVA-Angreifer frei durch war und sich nur noch eine Torecke zur Führung für die Gäste aussuchen musste, da wurde dieser kurz vor dem Abschluß im Strafraum von einem Ottobrunner Abwehrmann von den Beinen geholt – Elfmeter, jedoch ohne zusätzliche Bestrafung für den Täter. Johannes Lindner nahm sich die Kugel und donnerte diese unhaltbar in die Maschen zur hochverdienten und umjubelten 1:0 Führung für den SVA.

Aber ab diesem Zeitpunkt nahmen nun aber die Ameranger unerklärlicherweise das „Gas“ raus und übergaben den Hausherren immer mehr die Spielkontrolle, die nun wieder zum Leben erweckt wurden. So konnten die Kocatepe-Schützlinge in der 62. Minute aus dem Gewühl heraus im SVA-Strafraum aus kurzer Distanz einen Pfostentreffer verzeichnen. Und sogar vier Minuten später fiel dann der Ausgleich: nach einem hohen Ball über die SVA-Abwehr kann der vermutlich nicht gerade für seine Kopfballstärke bekannte Andreas Deuter aus spitzem Winkel einnicken (68.).

Jugend forscht für Amerang

Kurze Zeit darauf jedoch hätte der SVA erneut in Führung gehen müssen, Fabian Rußwurm’s Schuss aus 14m kann die vielbeinige TuS-Abwehr mühevoll zur Ecke klären. Es kam nun so, wie es fast kommen musste: ein Angriff über die rechte Seite wurde mit einer Flanke von Stefan Deuter abgeschlossen, der Ball wurde länger und länger und senkte sich völlig überraschend im lagen Eck des Ameranger-Gehäuses hinter dem verdutzten TW Dumpler zur vielumjubelten Führung der Gastgeber ins Netz.

Der SVA versuchte nun in den letzten Minuten alles, um zumindest noch den Ausgleichstreffer zu erzielen, jedoch vergeblich! Dieses Spiel hätten die Ameranger eigentlich nach anfänglichen Problemen nach Hause bringen können, ja fast müssen, aber das Glück war heute nicht auf Seiten des Aufsteigers, die aber eine wirklich tolle und couragierte Leistung ablieferten.

Zudem muss grundsätzlich bedacht werden, dass Trainer Klaus Seidel mit Anpfiff der Begegnung drei Jungspunde aufbot, die gerade mal 18 Lenze alt sind (Dumpler, Hainzl, Linhuber) und in dieser Saison die ersten Erfahrungen im Seniorenbereich sammeln. Rechnet man diesen Umstand hinzu, ist die tolle Leistung in Ottobrunn und grundsätzlich Woche für Woche in der Bezirksliga nicht hochgenug einzuschätzen.

Quelle: rosenheim24.de

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