TSV Fridolfing - SV Laufen 5:1

Schlinge für Laufen zieht sich merklich zu

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Laufens Michael Niedermeier (l.) und Maximilian Weber versuchen hier in einer Gemeinschaftsaktion TSV-Spielführer Alexander Deubzer vom Ball zu trennen.

Laufen - Das Rennen um den Relegationsplatz in der Kreisklasse 4 bleibt weiter spannend. Doch für den SV Laufen zieht sich die Schlinge merklich zu. Während der FC Bischofswiesen siegte, musste neben der DJK Otting auch der SVL am Wochenende eine Niederlage hinnehmen. Die rote Laterne gehört somit nun mindestens eine Woche dem SVL.

Doch zwingend musste es wohl nicht so kommen am Samstagnachmittag in Fridolfing. Der SVL begann unter Trainer Hermann Lindner engagiert und schaffte es schon nach 50 Sekunden erstmals Torgefahr hervorzurufen. Nach einer Hereingabe von links legte sich Helmuth Putzhammer, fast allein auf weiter Flur, das Leder zu weit vor und konnte den Ball nach einer Abwehrattacke nicht mehr kräftig genug abfeuern. Die ersten zehn Minuten gehörten auch weiterhin den Gästen aus Laufen. Für viele Zuschauer überraschend diktierte die Lindner-Elf das Tempo.

Der TSV Fridolfing kam erst nach 15 Minuten besser ins Spiel und schon die erste Möglichkeit sorgte für die Führung des Tabellenzweiten. Markus Hager steckte den Ball nach einem Aufbaufehler des SVL auf Christoph Zeif durch, der ziemlich allein an Torwart Michael Hollinger zum 1:0 vorbeischieben konnte (17.). Dieser Treffer befeuerte keinesfalls den Spielfluss der Partie und es plätscherte einige Zeit dahin.

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Erst nach einer halben Stunde wurde man wieder mutiger und es war der SVL der hier aufmerken ließ. Die durchaus gewillten Gäste konnten dann nach 33 Minuten den in dieser Phase verdienten Ausgleichstreffer erzielen. Nach einem gut vorgetragenen Spielzug durch das Mittelfeld bediente Dominik Lindner den bereitstehenden Christian Höhn per Querpass. Höhn zog aus knapp 20 Metern direkt ab. Fridolfings Torhüter Maximilian Kiermaier sah in dieser Situation alles andere als gut aus und musste Höhns Schuss über den Innenpfosten passieren lassen - 1:1.

Nur zwei Minuten später zog David Cienskowski in den Fridolfinger Strafraum und passte von der Torauslinie in Richtung Dominik Lindner. Lindner hätte wohl nur noch einschieben müssen, entschied sich allerdings für die Variante "Wucht". Diese Alternative stellte sich als die Schlechtere heraus, denn Lindners Kraftakt landete um einiges über dem Gehäuse.

Spätestens kurz vor Ende des ersten Durchgangs hätte der Führungstreffer für den SV Laufen fallen müssen. Der bemühte Helmuth Putzhammer erhielt aus dem eigenen Mittelfeld von Christian Höhn das Leder auf die Außenposition präsentiert. Putzhammer stürmte in den Strafraum und schob das Runde kurz auf David Cienskowski, der aus kurzer Distanz äußerst unglücklich an Keeper Kiermaier scheiterte.

Nach der Pause jedoch war vom SV Laufen nicht mehr viel zu sehen. Die mutigen Offensivvorstöße wurden weniger und die Fehler häuften sich deutlich. Sofort nach Wiederanpfiff zeigte sich der Hausherr dagegen mit völlig anderem Gesicht. Obwohl selbst nicht mit der besten Tagesform ausgestattet konnten sie sich Chance um Chance erarbeiten. Zuerst war es Josef Pallauf, der sich über Rechtsaußen durchsetzte und eine schöne Flanke in die Gefahrenzone brachte. Die Laufener Defensive bekam auf den Ball nicht den nötigen Zugriff, so dass Christoph Zeif in Bedrängnis zum Schuss kam, der jedoch über Hollingers Tor hinweg flog (46.).

Deutlich war zu sehen, dass der TSV Fridolfing nun mehr gewillt war, die drei Punkte an der Salzachau zu behalten. In der 49. Minute somit die nächste Möglichkeit für Berni Zeifs Truppe. Christoph Zeif zirkelte seinen Freistoß schön in Richtung Kreuzeck, wo jedoch Michael Hollinger glänzend parierte - Eckball. Der Eckball allerdings besorgte die 2:1 Führung für den TSV, denn dieser vom eingewechselten Michael Schauer flog über alle Laufener Mannen hinweg. Philip Brüderl stand bereit und hielt nur den Fuß hin - 2:1.

Dieses Gegentor schien dem Gast nun das "Genick gebrochen zu haben", denn nun wurde die erneute Niederlage wiederum sehr deutlich. Nach 58. Minuten das 3:1 für Fridolfing: Eine schöne Offensivaktion besorgte diesen Treffer. Andreas Stadler brachte mit einem überlegten Diagonalpass Josef Pallauf bis in den Strafraum hinein. Pallauf legte nach kurzem Sprint quer auf Michael Schauer - 3:1. Bei dieser Aktion war es augenscheinlich, dass in dieser Phase und fast im gesamten zweiten Durchgang die SVL-Akteure zu deutlich von ihren Gegenspielern im Raum entfernt standen und keinerlei Zugriff mehr auf das TSV-Spiel bekamen.

Einmal jedoch versuchte sich der sehr abstiegsgefährdete Verein von der Salzach nochmals mutig nach vorne zu spielen. Wiederum erschien David Cienskowski in der 66. Minute vor dem gegnerischen Tor. Erneut scheiterte der in den letzten Wochen unglücklich agierende Stürmer des SVL sehr unglücklich an Keeper Kiermaier (66.).

Gleich im Gegenstoß ließ der TSV Fridolfing über den Spielausgang keine weiteren Fragen offen. Wunderbar und unbedrängt passte sich die Offensivabteilung die Bälle zu. Christoph Zeif sah Johannes Wagner, der in den Strafraum hineinstach und steckte durch. Wagner legte das Leder souverän neben Hollinger im Laufener Tor zum 4:1 ab (67.). Laufen verlor in dieser Phase schlicht zuviele Bälle im Aufbauspiel oder spätestens im eigenen Mittelfeld und machte damit den Gegner vom Samstag deutlich stärker, als sie sich selbst präsentierten.

Nebenbei musste man sich auch noch mit einer miserablen Chancenverwertung herumschlagen, die jedoch schon seit einiger Zeit anhält. Der Schlusspunkt der Partie war Christoph Zeif vorbehalten, der in der 85. Minute seinen zweiten Treffer erzielen durfte. Und diese war wieder schön herausgespielt. Michael Schauer flankte am Ende des Spielzugs punktgenau ins Zentrum, wo Zeif souverän zum 5:1 einnetzte.

Für den TSV Fridolfing eröffnet der Sieg gegen Laufen weiterhin die Chancen den Tabellenführer Tittmoning in der Schlussphase der Saison abzufangen. Für den SV Laufen bedeutet diese Niederlage das weitere Abrutschen in Richtung A-Klasse. Denn nur Fehler auf anderen Plätzen und zwei verbleibende punkteträchtige Auftritte der Salzachstädter in Kirchanschöring (29. Mai) und gegen Vachendorf (5. Juni) könnten die Lindner-Elf noch auf den Relegationsplatz spülen. Ansonsten würde der SV Laufen wohl nach acht Jahren Kreisliga- und Kreisklassenzugehörigkeit den bitteren Gang in die A-Klasse antreten müssen.

Der SV Laufen 2 konnte im Anschlussspiel durchaus ein Erfolgserlebnis verzeichnen. Beim TSV Fridolfing 2 verkraftete man ein Eigentor von Michael Scheungrab im ersten Durchgang gut, denn in der zweiten Hälfte glich Christopher Otodie den Spielstand zum 1:1 Endergebnis aus.

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Pressemitteilung SV Laufen / Schmidbauer

Quelle: rosenheim24.de

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