Späte Belohnung

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Eines der aufregendsten Duelle über 90 Spielminuten in Surheim. BSC-Stürmer Florian Schnugg (im Vordergrund) und Laufens Youngster Maximilian Weber.

Surheim: Wieviel Unwägbarkeiten in einem Spiel auftreten können, es ist jedenfalls für den SV Laufen mehr als verhext. Wiederum reichte es nur zu einem Unentschieden beim BSC Surheim. Mit 2:2 trennten sich die beiden Vereine im BGL-Derby der Kreisklasse 4, wobei der BSC Surheim sich zum einen bei Schiedsrichter Greim (Oberteisendorf) als auch bei der "Last-Minute-Power" bedanken konnte, um überhaupt die Treffer erzielen zu können. Für den SV Laufen wäre vom Spielverlauf sicherlich der Dreier mehr als verdient gewesen.   Sehr rasch machte der SV Laufen beim Gastspiel in Surheim klar, dass sie mit drei Punkten die kurze Heimreise antreten wollten. Sofort übernahm die Reidinger-Truppe aus der Salzachstadt die Initiative und wurde in der 10. Minute sofort belohnt, und das zurecht. Nach einer Befreiungsaktion des Rechtsverteidigers Maximilian Weber konnte Surheims Verteidiger Maximilian Ofner gegen Laufens Spielführer Florian Hollinger den Ball nicht halten. Hollinger zog in den Strafraum hinein und bediente mit einem Querpass den freistehenden Helmuth Putzhammer. Putzhammer ließ sich diese Chance natürlich nicht entgehen und netzte zur 1:0 Führung für den SV Laufen ein. Ein denkbar schlechter Start für den BSC Surheim, ein optimaler für den Gast.   Nur eine Minute später hätte der Torschütze fast den Doppelpack fix gemacht. Maximilian Hanel umspielte Surheims Florian Ziegler gekonnt auf der Außenbahn und brachte den Ball in die Mitte zu Putzhammer. Seinen Schuss konnte BSC-Goalie Gerald Öllerer sehenswert per Fuß klären. In der Folgezeit bot der SV Laufen bei eher mauer Derbykulisse weiterhin gute Ansätze an und erschien vor allem durch gefährliche Diagonalpässe immer wieder in Strafraumnähe. Der Hausherr des BSC Surheims versuchte sich anfangs sehr oft mit Kurzpasskombinationen, stellte aber im Verlauf des ersten Durchgangs aufgrund fehlender Durchschlagskraft auf lange Bälle aus der Defensive um. In der 28. Minute die erste erwähnenswerte Tormöglichkeit für die Ruzic-Elf vom BSC. Nach Hereingabe von Dominik Stockhammer kam Florian Schnugg vor seinem ewigen Bewacher Maximilian Weber an den Ball, scheiterte aber im Abschluss an SVL-Torhüter Philipp Krois. Der Nachschuss von Sebastian Huber wurde in einer Gemeinschaftsaktion von Laufens Defensive weggestochert.   Eine durchaus großartige Torchance des BSC Surheim, welche ungenutzt blieb. Der Aufreger der Partie geschah in der 37. Minute. Einen Zweikampf zwischen Laufens Abwehrrecken Michael Kirschner und Sebastian Huber pfiff Schiedsrichter Christian Greim (Oberteisendorf) ab. Dass dieser Pfiff dies seine Exklusivmeinung war, zeigten die Reaktionen der 22 Akteure auf dem Feld als auch der sowohl gelben Fans des BSC und der SV Laufen Anhänger. Schiedsrichter Greim pfiff das absolut regelgerechte Tackling von Michael Kirschner ab und zeigte auf den Elfmeterpunkt. Nach den zurecht geführten Diskussionen und zahlreichen Unverständnis-Bekundungen von allen Seiten griff sich Surheims Kapitän Sebastian Häusl das Leder. Ohne Abwehrchance für Krois konnte Häusl souverän zum 1:1 ausgleichen. Zurecht fühlte man sich von Seiten des SV Laufen mehr als ungerecht behandelt und haderte mit dieser Entscheidung, die nicht einfach so als Tatsachenentscheidung abgetan werden kann. Nichtsdestotrotz musste die Partie weitergehen. Den Ärger der Gäste nutzte der BSC Surheim, um weiterhin Druck auf die Defensive der Salzachstädter auszuüben. Doch außer den ein oder anderen Warnschuss gelang der Ruzic-Elf vor dem Pausentee nur wenig.   Äußerst zerfahren war die Anfangsphase des zweiten Durchgangs. Die Folge des nun durchaus körperlich geführten Derbys war ein Platzverweis gegen den BSC Surheim. Nach wiederholtem Foulspiel im Mittelfeld hatte der Schiedsrichter keine andere Chance als Mario Pletschacher mit der Gelb-Roten Karte vom Feld zu schicken (55. Minute). Zur körperbetonten Austragung kam im Laufe der Zeit auch die ein oder andere Emotion in die Begegnung, welche auf die nicht ganz besetzten Zuschauerränge übertragen wurde. Der SV Laufen fand aber nach einigen Surheimer Aktionen wieder in das Spiel zurück und betätigte den Drücker der Partie. Trotz Unterzahl konnte aber der Hausherr durch vereinzelte Vorstöße die Laufener manchmal in die eigene Defensive zwingen. Weitere Verwarnungen stellten den Folgespielverlauf dar - es dauerte bis zur 71. Minute ehe wieder eine erwähnenswerte Torraumaktion zu betrachten war.   Nach einem Freistoß von Laufens Christian Höhn versuchte sich der aufgerückte Innenverteidiger Alexander Schumann aus kurzer Distanz aus der Drehung. Bei Schumanns Versuch stand Gerald Öllerer jedoch auf seinem Posten und hinderte somit den Innenverteidiger am Torjubel. Bis zu den letzten Spielminuten neutralisierten sich beide Teams zusehends und die Unterzahl des BSC Surheim fiel nur selten ins Gewicht. Der eingewechselte Maximilian Schmidt auf Seiten des SV Laufen machte auf alle Fälle in der Offensive nochmals kräftig Betrieb. Aus dem Mittelfeld erhielt Schmidt in der 85. Minute eine lange Hereingabe von Maximilian Weber. Schmidt kam nur noch mit einem Grätschschritt an das Leder, welches Öllerer sicher unter sich begraben konnte. Drei Minuten später aber wurde Schmidt für seine Bemühungen entschädigt. Michael Hollinger setzte sich zuvor mit Geschwindigkeit und Druck auf der rechten Außenbahn durch und umkurvte seine Gegenspieler wie Statisten. Hollinger brachte das Leder in den Strafraum hinein, wo zuerst Helmuth Putzhammer mit seinem Schuss scheiterte (er schoss seinen Manndecker an), bevor Maximilian Schmidt an das Runde kam. Schmidt fackelte nicht lange und schnalzte das Runde zum Jubel seiner Mannschaft und Fans unter die Latte - 1:2.   Das sollte es aus Sicht des SV Laufen eigentlich gewesen sein. Doch der BSC Surheim warf in den Schlussminuten und in den Schlusssekunden, als auch in der Nachspielzeit, nochmals alles nach vorne. Selbst Torhüter Gerald Öllerer ließ es sich nicht nehmen, in den Angriffsaktionen einen aktiven Part zu übernehmen. Und so geschah das fast Unmögliche in der 91. Minute. In Unterzahl und mit ordentlich Glück im ganzen Spiel gelang dem BSC Surheim noch der Ausgleichstreffer. Nach einem Eckball von Kapitän Sebastian Häusl war Laufens Defensive nicht in der Lage das Leder klar und deutlich zu klären und Maximilian Ofner kam im ganzen Gestochere mit seinem langen Fuß an den Ball und stopfte ihn zum 2:2 Endstand in die Laufener Maschen.   Pressemitteilung SV Laufen

Quelle: rosenheim24.de

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